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Tavnowitz in Schlesien, haben wir eine Schicht schwefel-saures Bley, mitten jn einem Muschelkalksteine; in Manns-feld bauet man auf einer Kupfer - Schicht, welche zwar nurein oder zwey Fnfs Dicke hat, allein welche sich übermehr als tausend Quadrat - Meilen verbreitet, welche eineMenge Abdrücke von Fischen darstellt, auf einem Pudding-steine ( dem Todt liegenden) ruhet, und mit einem an eini-gen Orten mit Gryphiten, die noch mit ihren Nadeln ver-sehen sind, angefüllten Kalksteinlager bedeckt ist. Wennjetzt die Meere weder Feldspath noch Bley noch Kupferbilden, so rührt solches daher, dafs sie nicht mehr dieGrundstoffe dieser Körper enthalten, und sie selbige schonseit langer Zeit abgesetzt haben: sie haben ihre Beschaffen-
heit verändert, ( §. 158)) und durch eine fortschreitendeVeränderung sind sie auf einen Punct gekommen, wel-cher uns begreifen läfst, wie sie unsere letzten Schichtenliervorbviugcu konnten.
Obschon die Schichtung der Urgebirge, die keine Reibevon gut unterschiedeneu horizontalen Schichten darstellen,eine Formation durch successive Ablagerungen, nicht ebenso deutlich als iu den letztem Flötzgebirgen beweifst, soführt sie doch nicht weniger auf dieselbe Idee zurück.
Wir bemerken zuerst, dafs die Schichten in den älternFormationen nicht plötzlich die so sehr geneigte Lage an-genommen haben, welche man daran so oft siebet. Schonin dem Kohlengebirge hat man eine sehr gestörte und oftsenkrechte Schichtung: allein fast immer finden wir dabeydeutliche Beweifse, dafs die Schichten da horizontal gebil-det worden , und ihre jetzige Lage einer Erhebung oder ei-nem Umstürze, zuzuschreiben ist. Die Stücken der Grau-wacken - Gebirge beweilsen oft dieselbe Thatsache für dieUebergangs - Gebirge ( §. 155), und durch Folgerung kön-nen wir sagen, dafs es bisweilen eben so in den Urgebir-gen seyn wird, welche übrigens so viel Gleichförmigkeitmit jenen haben. Also wird die geneigte Lage der Schich-ten kein Argument gegen die Formation durch Ablagerungoder Niederschlag verschaffen können. — Wenn man iudem Hochlande der Pyrenäen eine Reihe und einen Wech-sel von wenig dicken Granit - Gneis - Thon - Kalkstein - Schich-ten sich in grofse Entfernungen in einerley Richtung fort-ziehen, und immer gleiche Dicke und Lage beybehalte»