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1 (1821)
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Alle diejenigen, welche das Innere der Erdebeobachtet oder nur einige Kohlengruben besuchthaben, wissen, dafs sehr oft, sobald man eine leereoder ausgefiillte und folglich in einen Gang ver-wandelte Kluft findet, der Theil der Lager einerder Seiten der Kluft niedriger ist, als der au derandern Seite liegende"Theil derselben Lager: dieserHöhen-Unterschied beträgt bisweilen einige Mctres,und er, rührt olfenbar davon her, dafs zur Zeit derBildung der Kluft einer der beyden Theile Erd-reich, derWirkung der Schwere nachgebend, ge-sunken ist.

Unabhängig von den grofsen, von den in dermineralischen Rinde der Erde vorhandenen Höhlenöder Leeren, wovon wir weiter unten sprechenwerden, herrührenden Senkungen, hat die Schwerezahlreiche und immerwährend Einstürze von Ge-steinen (§. in) veranlafst: der Grund der meistenThäler ist mit Blöcken bedeckt, die von einer glei-chen Ursache herrühren, und oft von einer sehrbeträchtlichen Gröfse sind. In dem Thale vonLocana' über Novasca, in den piemontesischen Al-pen, wandelt man lange unter Granit - Blöcken,welche grölser als 1000 cubisehe Meter sind: einerder Berge, welche diesen Weg beherrschen, stellteine ungeheure senkrechte ganz gespaltene Seiledar, an welcher noch in aller Frische die Stelle zusehen ist, wo jene Blöcke sich neuerlich losgeris-sen haben. Aehnliche Thatsaclien linden sich ineiner grofsen Zahl von Thälern wieder; sic sindvon allen Geologen bemerkt worden ; alle habendort häufig Felsen - Einstürze, alle haben jedesJahr Stein-Lavinen gesehen.

Uebrigens müssen jene Senkungen und Ein-stürze jetzt viel weniger zahlreich und beträchtlich,