ijj
Aetna berichtete, als Fabeln an, als auf einmalihre Stadl verwüstet und tlieilweise durch das Feuerdieses Vuleans zerstört wurde.
Das unterirdische Brüllen und Getöse, die Er-scheinung oder Vermehrung des Bauchs, welcheraus dem Krater strömt, sind gewöhnlich die erstenZeichen vulcanischer Ausbrüche. Bald wird dasGetöse stärker, die Erde zittert, sie erhält Stöfseund alles zeigt an, dafs sie in Thätigkeit ist; derBauch verdoppelt, verdickt und vermischt sich mitAsche; wenn die Luft ruhig ist, so sieht man ihnin der Gestalt einer Ungeheuern Säule zu einergrofsen Höhe empor steigen; da er sich nun da ineiner dünnen Luft befindet, so hört er auf zu stei-gen; sein oberer Theil dehnt sich aus und bildetdabey einen dicken auf einem dünnen Schafte ent-falteten Gipfel 1 ).
Andere Male zerstreuet sich der Bauch in dieLüfte; er bildet grofse und dicke Wolken, welcheden Tag verdunkeln und die ganze Gegend ringsherum mit Finstcrnifs bedecken. Jene Säulen undWolken werden oft von ungeheuren Würfen vonentzündeten, den Flammen ähnlichen, Sande durch-schnitten, welcher sich zu aufserordentlichcn Hö-hen erhebt; bisweilen werden sie von Blitzen durch-zogen, und scheinen den Donner von allen Seile'nherab zu schleudern. Bald kommen Würfe vonglühenden Steinen und geschmolzenen Massen an;sie sind gleichsam ungeheure Bouquets, wie bey ei-
l) Cujus similtudinem et formam non alia magis arborquam pinus expressit (.dessen Aehnlichkeit und Formein Ficbien - oder Tannenbaum ausdrückt) sagt derjunge Plinius, Zeuge der ersten Eruption des Vesuvs,welche Eruption seinem Oncle den Tod zuzog.