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löfste sich ein Streifen von 4.000 Metres Länge,4oo Metres Breite und 5o Metres Dicke los; aufden untern Schichten abgleitend, lind noch durchdas Wasser erweicht, stürzte er in das Thal, he-gruh unter seinen Trümmern verschiedene Dörfer,rauhte 5oo Personen das Leben, und erhob imThalgrunde Hügel von mehr als 60 Metres Höhe ’).
Die Schweiz und im Allgemeinen alle Gebirgs-Ländcr sind nur zu oft Zeugen ähnlicher Catastro-phen, die durch die Vermehrung des Gew'ichts derMassen, welche Wasser einsaugen, erzeugt werden,und welche Vermehrung noch durch das Erwei-chen und Fortreifsen der Erd-Mergel- und Gyps-Lager, auf welchen jene Massen ruhen, begünstigtwird. Im Jahre 1618 stürzte ein grofser Theil derFelsen, welche das Thal von Chiaranna in derValtelina begränzen, ein, begrub die kleine StadtPleurs und mehr als zweytausend Einwohner. ImJahre 1714 stürzte der östliche Theil des BergesDiableretz in dem Waliserlande ein, und bedecktemit seinen Trümmern mehr, als eine Quadrat-Meile, bis zu einer Höhe von 100 Metres auf eini-gen Puncten.
Jene Einstürze verstopfen manchmal die Thä-ler, halten die Gewässer zurück und bilden Seen,deren Fortgang sodann schreckliche Verwüstungenverursacht.
Wirkung des Wassers beym Gefrieren.
§. 46. Das Wasser dringt, wie man vveifs, indie Masse einer sehr grofsen Anzahl von Felsen
1) Man sehe eine eben so genaue als durchdachte Beschrei-bung dieser unglücklichen Begebenheit von dem Sohnedes Hm. v. Saussure, in der Bibliothepie britannique,Tom. XXXII.