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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
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Vergleicht man nun die damaligen Steuern mit dengegenwärtigen, so findet man folgendes:

Nach den Angaben der Staatszeitung bringen diebeyden rheinischen Provinzen im Jahre 1819 an allen di-rekten und indirekten Steuern auf: s,i5iooo Reichsthaler.Die Größe dieser beyden Provinzen ist nach der offiziellenStatistik 445 Quadratmeilen. Jede Quadratmeile bezahltalso 11575 Berl. Thaler oder 15049 Rthlr. Bergisch,wenn man nach den jetzigen Course den Berl. Thaler zu78 Stüber Bergisch rechnet.

Im Jahre 1819 kostete das Malter Korn (altes Maaß)in Elberfeld io Rthlr. Die Quadratmeile muß also1505 Malter Korn oder deren Werth in Silber an Steueraufbringen.

Wir haben demnach folgendes:

Im Jahr 1719 bezahlte jede Quadratmeile in Berg undJülich blos an Grundsteuer . . 2137 Makler Korn.Im Jahr 1819 bezahlte jede Quadrat-meile in den beyden rheinischen Pro-vinzen an Grundsteuer, Patentstener,

Sa lzstcuer, Tranksteuer, Stem pel rc . 15 05

Weniger: 632 Malter Korn.

Die Quadratmeile bezahlt also jetzt am Rhein 632Malter Korn oder nach den jetzigen Preisen 6320 Tha-ler Bergisch weniger, als sie vor ioo Jahren blos in derGrundsteuer bezahlte. Damals sind auch schon indirekteSteuern aus Bier, Branntewein rc. erhoben worden, wieman in diesen Landtagsverhandlungen sieht; allein daman deren Ertrag nicht angegeben findet, so kann manuns sie keine Rücksicht nehmen, sonder» blos im Allge-