schon seit mehren, Regierungen Verbote oder hohe Ein-gangSgefälle gegen die wichtigsten fremden Fabrikate be-standen.
Der Gewerbefleiß in der Provinz Cleve-Jnlich-Bergerhob sich zu einer Zeit, wo diese Länder unter mehrernLandesherren vertheilt, und so vielfach mit Grenzliniendurchschnitten waren, daß der Gedanke an Abwehrungfremder Zufuhr durch Verbote und Eingangsgefälle garnicht aufkomme» konnte. Er erreichte demungeachter schondamals einen hohen Grad von Vollkommenheit und Aus-dehnung. Durch die Folgen der französischen Revolutionwurde der überseeische Absatz, den die Fabriken dieserProvinz erlangt hatten, ganz zerstört; dagegen aber ih-nen der Markt in dem weitläuftigcn Reiche eröffnet, wel-ches durch die revolutionäre Macht damals entstand. Sowenig dauerhaft auch ein Zustand erscheinen konnte, derzu widernatürlich war, um anders als durch Gewaltaufrecht erhalten zu werden: so nahm doch der Gewerb-fleiß die Richtung, welche ihm diese Verhältnisse gaben,mit großer Schnelligkeit und Sicherheit an. Die Zeit hatgerichtet; Frankreich, Italien und die Niederlande sindden Rheinprovinzen wieder so fremd geworden, als sieihnen vor drepßig Jahren waren, und diese Staaten er-schweren den Eingang aller fremden Fabrikate jetzt auseben der Ansicht, aus welcher die Rheinprovinzen die Er-zeugnisse des ausländischen Kunstfleißes von den MärktenDeutschlands abzuhalten suchen.
In den östlichen Staaten Europas entsteht und wächstmit den Fortschritten der Cultur aus gleichen Ansichtendie Neigung, die Mitbewerbung der ausländischen Fa-