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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
Seite
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von fremden baumwollenen Maaren. Gleichwohl ist diesbey weitem der Hauptartikel von den eingehenden frem-den Fabrikaten. Werden auch künftig manche fremdeMaaren eingehen, die jetzt verboten sind: so wird dage-gen auch ein großer Theil von Fabrikaten nicht mehr,wie bisher, als fremd versteuert werden, der im Herzog-thume Sachsen, in Magdeburg, Westphalen und amRheine verfertigt wird. Ostpreußen, welches seiner Lage»ach das meiste Bedürfniß hat, überseeische Fabrikateeinjuführen, kennt schon seit io Jahren kein Verbot da-gegen. Es ist daher nicht abzusehen, daß die Besteuerungder Fabrikwaaren künftig einen höher» Ertrag gewahrenkönnte; sie kann auch um so weniger einbringen, je mehrsie ihren eigentlichen Zweck, das Eindringen fremder Fa-brikate zu hindern, erfüllt.

Die Hauptartikel des letzten Sechstheils sind außer-dem fremde Tabacksblätter für unsere Fabriken, fremderzubereiteter Rauchtaback, Heringe, Brennöl, Talg, Ro-sinen, Reis, Citronen und Orange», Pfeffer, englischGewürz (Piement), Thee und Indigo; alles andere istverhältnißmaßig ganz unerheblich.

Die Accise von Zimmet und Cassia, Nelken, Mus-kat-Nüssen und Blumen betrug nur 10146 Thaler, und die -Accise von Sardellen, Austern und Caviar nur 10293 Tha-ler im einjährigen Durchschnitte aus den Jahren 1815,1816 und 1817; es trug also zu jedem hundert Thalerder ganzen Accise-Einnahme bey, erstere 10 Ggr. 2 Pf.,letztere io Ggr. 4 Pf.

Ob solche Maaren hoch oder niedrig besteuert sind,ist für das Kasseninteresse gleichgültig. Der Mehr- oder