aufhaltcn, und wodurch dann im Mittelpunkte des Reichseine Gcldcircnlation entsteht, die schneller und größer ist,als auf einem andern Punkte. Da diese große Gcld-circulatioii nun unmittelbar von den indirekten Abgabengetroffen wird, von den Cvnsumtionssicucrn, so tragendie Hauptstädte immer so große Summen in die Staats-kassen. *)
In den alten Provinzen betragt die Accise in denStädten nahe die Hälfte aller übrigen Einkünfte der Pro-vinz (genauer ^). Hiernach würde die Mark Branden-burg, deren übrigen Einkünfte 4,481000 Thlr. betragen.
*) Der große Colbcrt kannte die Natur der Hauptstädte voll-kommen, und auch wie sie zu besteuern wären; Folgendesist ein Beweis davon. Der König wünschte einmal großeFeste zu geben und redete mit Colbcrt über die Kosten, diesehr bedeutend waren. Colbcrt fand keine Schwierigkeiten,worüber sich der König sreuete und zugleich verwunderte, daColbcrt sonst der Oekonomie ungemein ergeben war. DieAnstalten zu den Festen wurden getroffen und man sprach inder Hauptstadt und in ganz Frankreich davon. Eine großeMenge Fremde strömte nach Paris. Zwepnial wurden dieFeste ausgcsetzt, endlich wurden sie gegeben. Nachdem sievorbei) waren, so verlangte der König, die Kosten zu wissen.Colbcrt übergab ihm die Rechnung und zugleich eine Note, inwelcher angegeben war, wie viel die Accise und die andernindirekten Abgaben in den letzten drei) Monaten mehr einge-tragen, als im vorigen Jahre in demselben Zeiträume, undcs fand sich, daß noch ein bedeutender Ueberschuß geblieben,und daß Sr. Allcrchristlichste Majestät sich genau in dem Fallebefinde, in dem ein Wirth ist, der Musik und Tanz gibt,und blos an den Getränken verdient. — lNach dem Verzeich-nisse, so die Staatszeitung gegeben, brachte die Bestcucrungdes Mehls, des Biers, des Branntewcins und des Fleischesim Jahr il0 6 in Berlin e Mill. Tbalcr ein. S. die4te Abhandlung in der folgenden Abtheilnng.)