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Das hohe Bezahlen der Offi'zierstellen rührt nochaus der Fridericianischen Kriegseinrichrung her. Manrechnete damals, daß eine Preußische Compagnie oderSchwadron ihrem Chef 1000 Dukaten eintrage.
Dieses waren die großen Kriegsbencficien, ans welcheFriedrich sein Heer gegründet, indem er das Offiziercorpsund das Corps der Unteroffiziere und Gemeinen scharfgesondert hatte, und in jenes nur Leute von edler Ge-burt nahm, in dieses hingegen nur Bauern und hörigeLeute, — oder auch gemeines Gesindel, so wie die Wer-beplätze es monatlich lieferten. Der wohlhabende undgebildete Bürgerstand war damals wenig zahlreich, unddurch Eremptionen begünstigt, war er gar nicht unterden gemeinen Soldaten zu finden. Offizier konnte er nichtwerden.
Friedrich ging von dem Grundsätze ans: daß derOffizier durch das Phantom der Offizier - und Diensiehrein den Tod getrieben werde, und der gemeine Soldat,so zum großen Theile aus schlechtem, angeworbenem, hei-mathlosem Gesindel bestand, durch strenge Disciplin undharte Strafen. — Sein Wort aus der Prager Schlacht,als seine Garden wichen, ist bekannt.
Auf freyes Bürgerthum war seine Kriegs-einrichtung gar nicht berechnet, und deswegenist von ihr in dieser bürgerlich gesinnten Zeitauch kein Spahn mehr zu gebrauchen.
Die französische Revolution sandte zuerst wiederBürgerheere ins Feld, die sich einen großen Ruhm er-
Papier habe. Ein Preußischer Obrisc hat monatlich 200 Ber-liner Thaler in Silber.