Man glaubte, daß diese bis auf die Halste gehen wurde,da die Landwehren im Frieden nichts kosten, weil sie zuHanse sind und den Acker pflügen.
Allein Friedrich der Große hatte ebenfalls eine Land-wehr, so ihm im Frieden nichts kostete, weil sie zu Hausewar und die Acker pflügte. Dieses waren seine 9200sbeurlaubten Inländer, die in ihrer zwanzigjährigen Dienst-zeit nur 2 Jahre bei der Fahne waren; nämlich im er-sten Jahre 10 Wochen, in welcher Zeit sie das ErercircnLernten, — und in den folgenden nur 4 bis 6 Woche»zur Erercierzeit.
Sein stehendes Heer, so immer bei der Fahne war,bestand aus 98000 Mann, größtentheils Ausländer,welche auf den Werbeplätzen der großen Städte und aufder Heerstraße geworben wurden.
Von den Inländern waren 47000 zum Vortheileder königlichen Kasse beurlaubt und 45000 zmn Vortheileder Compagniechefs. (Dieses waren die sogenanntenFreiwächker.)
Wenn man sich hieran erinnert, so sieht man leichtein, daß der Unterschied zwischen sonst und jetzt nicht sogroß seyn kann, als man gewöhnlich glaubt. Denn obdis beurlaubter! Inländer besondere Regimenter bilden,welche Landwehr-Regimenter heißen, so wie jetzt, — oderob sie wie damals unter die bestehenden Regimenter derLinie treten, dieses kann im Grunde so keinen großen Un-terschied machen. Blos die Werbegelder werden gespart,da alle Inländer sind. Allein da so ein Kerl sehr wohl-feil war und höchstens 36 Thlr. Handgeld kostete, wäh-rend ein Pferd, so die Remonte lieferte, dem König im-