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Krieg mit Polen (1331).
von Polen Vincenz Zamotuli aus dem Geschlechts Nalenz,mit dem Erbieten, zur gerechten Rache an dem Könige Wla-dislav das Ordensheer zur Verwüstung seines Reiches mitanführen zu wollen.
Der König nämlich, vom Mer schon schwer niederge-drückt und von dem Wunsche belebt, seine wenigen nochübrigen Tage in ungestörter Ruhe in Krakau zuzubringen,hatte im Juni dieses Jahres die Verwaltung von Groß-Po-len und Cujavien seinem ältesten Prinzen Kasimir, einemhoffnungsvollen Jüngling von einundzwanzig Jahren über-tragen und hiedurch dem Statthalter dieser Lande, dem ehr-geizigen Woywoden Vincenz Zamotuli die Quelle seines Reich-thums und seiner Schatze entnommen. Gerne hatte sich diesermit den Waffen im Besitze erhalten, wäre sein Anhang stär-ker gewesen. Schwer erzürnt über des Königes Anordnungentfloh er bei der Ankunft des feindlichen Heeres ins Gebietdes Ordens und verhieß dem Meister nicht nur, ihm bei sei-nem Einfalle ins feindliche Land durch die Zahl seiner Freunde,durch Uebergabc der noch besetzten Städte und Burgen unddurch seine genaue Kcnntniß des Landes in jeglicher Weisezu Hülse zu stehen, sondern wo möglich sogar den jungen Prin-zen Kasimir gefangen in seine Gewalt zu bringen H. Manwar in Polen von diesen Vorgängen und von dem schnellenAnzuge eines feindlichen Heeres nicht im mindesten unter-richtet, weshalb es auch, als es bei Thorn über die Weichselsetzte, das zum Pfand gesetzte Bromberg nach kurzer Bela-gerung eroberte"), unter Zamotuli's Führung in Cujavieneinsiel und nirgends Widerstand fand, also daß die Bewoh-
1) p. 1009—1010. Ob freilich Vincenz Zamotuli wirk-
lich der war, wie ihn dieser Chronist und tb-omer p. 2S0 offenbar zuGunsten des Königes schildern und ob allein beleidigter Ehrgeiz undFurcht vor Entdeckung und Bestrafung so mancher seiner ungerechtenHandlungen ihn zur Flucht und Bcrrathcrei trieben, muß dahin gestelltbleiben. p. 65 erzählt die Sache wenigstens auf die nämliche
Weise.
2) Herma», t'orrier. p. 1034.