Druckschrift 
2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
Entstehung
Seite
476
Einzelbild herunterladen
 

476

Die Hernnaimsschlacht.

Wenn hier in Teuiobnrg der Schlag gefallen,

Folgst d» mit deinem ganzen TroßMir nach dem Teutoburger Walde nach;

Dort wirst du weiteren Befehl erhalten.

Hast du verstanden?

Astolf

Wohl, mein erlauchter Herr!

Eg in har dt. (besorgt)

Mein bester Fürst! willst du nicht lieber ihnNach Norden, an den Lippstrom schicken,

Cheruska vor dem Pästus zu beschirmen,

Der dort, du weißt, mit Holm dem Herrn der Friesen kämpft.Cheruska ist ganz offen dort,

Und Pästus, wenn er hört, daß Rom von dir verrathen,

Beim Styx! er sendet, zweifle nicht,

Gleich einen Haufen ab, in deinem RückenVon Grund aus alle Plätze zu verwüsten.

Herrmann.

Nichts, nichts, mein alter Freund! was fällt dir ein?

Kämpf' ich auch für den Sand, auf den ich trete,

Kamps' ich für meine Brust?

Cheruska schirmen! was! Wo Herrmann steht, da siegt er.

Und mithin ist Cheruska da.

Du folgst mir, Astolf, ins Gefild' der Schlacht;

Wenn Varus an der Weser sank,

Werd' ich am Lippstrom auch den Pästus treffen!

Astolf.

Es ist genug, o Herr! es wird gescheht!.

Hcrrinann. (wendet sich z Thusnelda)

Leb' wohl, Thusnelda, mein geliebtes Weib!

Astolf hat deine Rache übernommen.