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Die HerrmannSschlacht.
So lang' sie in Germanien trotzt,
Ist Haß mein Amt und meine Tugend Rache!
Thusnelda, (weinend)
Mein liebster, bester Herzens-Hcrrmann,
Ich Litte dich um des Ventidins Leben!
Das eine Haupt nimmst du von deiner Rache aus!
Laß, ich beschwöre dich, laß mich ihm heimlich melden.
Was über Varus du verhängt:
Mag er ins Land der Väter rasch sich retten!
Herr in a n n.
Ventidins? nun gut. — Ventidins Carbo?
Nun denn, es sei! — Weil es mein Thuschcn ist,
Die für ihn bittet, mag er stiehn:
Sein Haupt soll meinem Schwert, so wahr ich lebe,
Um dieser schönen Regung heilig sein!
Thnsnclda. sküßt seine Hand)
O Herrmann! ist cs wirklich wahr? o Herrmann!
Du schenkst sein Leben mir?
Herr in a n n.
Du hörst. Ich schenk's ihm.Sobald der Morgen angebrochen,
Steckst du zwei Wort' ihm heimlich zu,
Er möchte gleich sich über'» Rheinstrom retten;
Du kannst ihm Pferd' aus meinen Stallen schicken,
Daß er den Tagcsstrahl nicht mehr erschaut.
Thusnelda.
O Liebster mein! wie rührst du mich! o Liebster!
H er rin an».
Doch eher nicht, hörst du, das Litt' ich sehr,
Als bis der Morgen angebrochen!
Eh' auch mit Mienen nicht verräthst du dich!