Vierter Akt. Vierter Auftritt.
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Thun, wie er's hier in diesem Brief verlangt:
Nun so versichr' ich dich, er saßt sich dirErhaben, wie die Sache steht, und läßtDen Spruch mitleidslos morgen dir vollstrecken!
Prinz von Homburg, (schreibend)
Gleichviel!
Natalie.
Gleichviel?
Prinz von Homburg.
Er handle, wie er darf;
Mir ziemt's hier zu verfahren, wie ich soll!
Natalie, (tritt erschrocken näher)
Du Ungeheuerster, ich glaub', du schreibst?
Prinz von Homburg, (schließt)
„Homburg! gegeben, Fehrbellin, am zwölften — ;"
Ich bin schon fertig. — Franz! (er couvertirt und siegelt den Brief)Natalie.
O Gott im Himmel!
Prinz von Homburg, (steht auf)
Bring' diesen Brief auf's Schloß, zu meinem Herrn! (der Bediente ab)Ich will ihm, der so würdig vor mir steht,
Nicht ein Unwürd'ger gegenüber stehn!
Schuld ruht, bedeutende, mir auf der Brust,
Wie ich es wohl erkenne; kann er mirVergeben nur, wenn ich mit ihm drum streite,
So mag ich nichts von seiner Gnade wissen.
Natalie, (küßt ihn)
Nimm diesen Kuß! — Und bohrten gleich zwölf KugelnDich jetzt in Staub, nicht halten könnt' ich mich,
Und jauchzt' und weint' und spräche: du gefällst mir;
— Inzwischen, wenn du deinem Herzen folgst,
H. v. Kleist's Werke. II. Vd.
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