264
Das Käthchm von Hcilbronn.
Käthchcn. lklcinlaut)
Um einen Dienst? nun, welchen? sag' nnr an. lPausc)
Der Graf vom Strahl.
Ganz recht. Das war's. — Dn weißt, ich mache morgen HochzeitES ist zur Feier Alles schon bereitet;
Am nächsten Mittag bricht der ZugMit meiner Braut bereits znm Altar ans.
Nun sann ich mir ein Fest ans, süßes Mädchen,
Bei welchem du die Göttin spielen sollst.
Dn sollst, ans Lieb' zu deinem Herrn, für morgenDie Kleidung, die dich deckt, Lei Seite legen,
Und in ein reiches Schmnckgewand dich werfen,
Das Mutter schon für dich zurecht gelegt.
— Willst du das thnn?
ÄäIh eh t N. (hält ihre Schürze vor dir Auge»)
Ja, ja, es soll geschehn.
istlrr Graf vom Strahl.
Jedoch recht schön; hörst du? schlicht aber prächtig!
Recht, wie's Natur und Weis' in dir erheischt.
Man wird dir Perlen und Smaragden reichen;
Gern möcht' ich daß du alle Frau'n im Schloß,
Selbst noch die Kunigunde überstrahlst. —
Was weinst du?
Käthrhc n.
— Ich weiß nicht, mein verehrter Herr.
Es ist in's Aug' mir was gekommen.
Dcr Gras vom Strahl.
In's Auge? wo?ler küßt ihr die Thronen aus den Augen)Nun komm nur fort. Es wird sich schon erhellen. <er führt sie ab)