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D^ö Kathchcn vvn Hcilbronn.
Zwölfter Austritt.
(Der Graf vom Strahl >md das Käthrhcn)
Der Graf vom Strahl,linde», er sie bei der Hand nimmt, und sich setzt)
Nun denn, mein käthchen, komm! komm her! o Mädchen!
Mein Mund hat jetzt dir etwas zu vertrau».
Käthchen.
Mein hoher Herr! sprich! Was bedeutet mir —?
Orr Gras vom Strahl.
Zuerst, mein süßes Kind, muß ich dir sagen,
Daß ich mit Liebe dir, unsäglich, ewig,
Durch alle meine Sinuc zngethan.
Der Hirsch, der von der Mittagsgluk gequält,
Den Grund zerwühlt, mit spitzigem Geweih,
Er sehnt sich so begierig nicht,
Vom Felsen in den Waldstrom sich zu stürzen,
Den reißenden, als ich jetzt, da du inein bist,
In alle deine jungen Reize mich.
Käthchen. lfchamrokhsJesuS! was sprichst dn? ich versteh' dich nicht.
Orr Graf vom Strahl.
Vcrgicb mir, wenn mein Wort dich oft gekrankt,
Beleidigt; meine roh mißhandelndeGeberde dir zuweilen weh gcthan.
Denk' ich, wie lieblos einst mein Herz geeifert,
Dich von mir wegznstoßcn — und seh' ich gleichwohl jetzo dichSo voll von Huld und Güte vor mir stehn,
Sieh, so kommt Wehmutb, Käthchen, über mich,
Itnd meine Thränen halt' ich nicht zurück. (er weint)