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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Das Käthchcn ran Heilbronn.

Der Gras vom Strahl.

O ihr Urewigcn! und als ich jetzt '

Dein Kinn erhob, ins Antlitz dir zu schauen?

Käthchcn.

Ja, da kam die unselige Mariane

Mit Licht-und alles war vorbei;

Ich lag im Hcmdchen auf der Erde da,

Und die Mariane spottete mich aus.

Der Graf vom Strahl.

Nun steht mir bei, ihr Götter! ich bin doppelt!

Ein Geist bin ich und wandele zur Nacht!

fer läßt sic los und springt auf)Käthchcn. f-rwacht)

Gott, meines Lebens Herr! was widerfährt mir!

lsie steht auf und sieht sich um)

Der Gras vom Slrahl.

Was mir ein Traum schien, nackte Wahrheit ist's:

Im Schloß zu Strahl, todtkrank am Nervenfieber,

Lag ich danieder, und hinwcggeführt,

Von einem Cherubim, besuchte sieMein Geist in ihrer Klause zu Heilbronn!

Käthchcn.

Himmel! der Graf!

(sie setzt sich den Hut auf, und rückt sich das Tuch zurecht)

Der Graf vom Strahl.

Was thu' ich jetzt? was lass' ich? (Pause)

Käthchcn. ffällt auf ihre beiden Knice nieder)

Mein hoher Herr, hier lieg' ich dir zu Füßen,

Gewärtig besten, was du mir verhängst!

An deines Schlosses Mauer fandst du mich,

Trotz des Gebots, das du mir eingeschärft;