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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Das Kächchcn von Heilbronn.

Gräfin.

Mein liebes, junges, unbesonn'nes Kind,

Was habt ihr da gcthan?-Kommt her,

Wcil's doch geschehen ist, daß ich euch küsse. (sie umarmt sie)

Kunigunde.

Ich will, daß dem Gefühl, das mir entflammtIm Busen ist, nichts fürder widerspreche!

Ich will, die Scheidewand soll niedcrsinken,

Die zwischen mir und meinem Retter steht!

Ich will mein ganzes Leben ungestörtDnrchathmen, ihn zu preisen, ihn zu lieben.

Gräfin, (gerührt)

Gut, gut, mein Töchterchen. Es ist schon gut,

Ihr seid zu sehr erschüttert.

Äcr Graf vom Strahl.

Ich will wünschen,

Daß diese That euch nie gereuen möge. lPaust)

Kunigunde, (trocknet sich die Augen)

Wann darf ich nun nach Thurncck wiederkehren?

Gräfin.

Gleich! wann ihr wollt! mein Sohn selbst wird euch führen.Kunigunde.

So sei's ans morgen denn.

Gräfin.

Gut! ihr begehrt es;

Obschon ich gern euch lLugcr bei mir sähe.

Doch heut bei Tisch noch macht ihr uns die Freude?

Kunigund e. (verneigt sich)

Wenn ich mein Herz kann sammeln, wart' ich auf. (ab)