Zweiter Akt. Dritter Auftritt.
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Ver Graf vom Strahl.
Er sprach von Peter von Thurneck — nicht? Und von derLandschaft ungültigem Verkauf?
Flammberg.
Allerdings. Und von den schwäbischen Gesetzen; mischte Pflichtund Gewissen bei jedem dritten Wort in die Rede, und rief Gottzum Zeugen an, dass nichts als die reinsten Absichten seinen Herrn,den Rheingrafen, vermöchten, des Fräuleins Sache zu ergreifen.
Ver Graf vom Strahl.
Aber die rothen Wangen der Dame behielt er für sich?
Flammb erg.
Davon hat er kein Wort gesagt.
Der Graf vom Strahl.
Daß sie die Pocken kriegte! Ich wollte, ich könnte den Nacht-thau in Eimern auffassen, und über ihren weißen Hals auSgießcn!Ihr kleines verwünschtes Gesicht ist der letzte Grund aller dieserKriege wider mich; und so lange ich den Märzschnee nicht vergiftenkann, mit welchem sie sich wäscht, Hab' ich auch vor den Rittern desLandes keine Ruhe. Aber Geduld nur! — Wo hält sie sich jetzt ans?
Flammberg.
Auf der Burg zum Stein, wo ihr schon seit drei Tagen Prunk-gelage gefeiert werden, daß die Veste des Himmels erlracht undSonne, Mond und Sterne nicht inchr angesehen werden. Der Burg-graf, den sie verabschiedet hat, soll Rache kochen, und wenn ihr einenBoten an ihn abscndet, so zweifl' ich nicht, er zieht mit euch gegenden Rheingrafen zu Felde.
Der Graf vom Strahl.
Wohlan! Führt mir die Pferde vor, ich will reite». — Ichhabe dieser jungen Aufwieglerin versprochen, wenn sie die Waffenihres kleinen schelmischen Angesichts nicht ruhen ließe wider mich,so würd' ich ihr einen Possen zu spielen wissen, daß sie es ewig in