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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Der zerbrochene Krug.

Denn in der Frühe heut sucht man den Richter,Dem man in seinem Hans' Arrest gegeben,

Und findet hinten in der Scheuer ihnAm Sparren hoch des Daches aufgehangen.

Adam.

Was sagt ihr?

Licht.

Hüls' inzwischen kommt herbei,Man lös't ihn ab, man reibt ihn, und begießt ihn,Jn's nackte Leben bringt man ihn zurück.

Ada m.

So? bringt man ihn?

Licht.

Doch jetzo wird versiegeltIn seinem Hans, vereidet und verschlossen,

Es ist, als war' er eine Leiche schon.

Und auch sein Richteramt ist schon beerbt.

Adam.

Ei, Henker, seht! ein liederlicher Hund war'sSonst eine ehrliche Haut, so wahr ich lebe,

Ein Kerl, mit dem fich's gut zusammen war;

Doch grausam liederlich, das muß ich sagen.

Wenn der Gerichtsrath heut in Holla war,

So ging's ihm schlecht, dem armen Kauz, das glaub' ich.Licht.

Und dieser Vorfall einzig, sprach der Bauer,

Sei Schuld, daß der Gerichtsrath noch nicht hier;

Zu Mittag trefs' er doch vhnfchlbar ein.

Adam.

Zu Mittag! Gut, Gevatter! jetzt gilt's Freundschaft.

Ihr wißt, wie sich zwei Hände waschen können.