deutschordenshaus am Rhein. Wie sie erst in diesen gegendeneinmal ein spital übernommen hatten und man ihr walten mitäugen sehen konnte, da hätte man gern überallhin die neueStiftung verpflanzen mögen. Von ihrem heldenmuth, von ihrenritterlichen kämpfen im heiligen lande hatte man so viel ge-hört. letzt sah man sie auch in der nähe, in ganz andern ge-schäft, am bett der kranken, in den kammern der verlassenenarmen. „Wie wir die häuser der spitalschwestern besuchen,und nie den eindruck vergessen, den ihr walten auf uns ge-macht, die freudigkeit und hingebung, mit der die geweihtenseelen in diesem werk der liehe ihr leben verbringen: so sahman auch damals mit bewunderung und rührung die ritterihre kranken verpflegen 1 )." In ienen Zeiten wo die herzentiefer athmen und die theilnahme wärmer ist, sind auch dieeindrücke nachhaltiger und das gefühl des antheils wird als-bald zum entschluss und zur that. Von Coblenz aus verbreitensich die brüder des spitalordens sankt Mariens der Deutschenden Rhein hinunter. Schon im iahr 1219 2 ) bringt erzbischofEngelbert sie nach Cöln. Nachdem er den vertrag der hospi—talbrüder mit dem Severinstift genehmigt, legt er den grund-stein der kirche, die sie alsbald zu bauen anfingen. Die heil.Catharina, der diese kirche geweiht war, war durch die zurück-kehrenden kreuzlährer in Deutschland in besondre Verehrunggekommen. (Clasen Edeles Gölten 36.) Archivalnachrichtensind mir hierüber nirgend zu gesicht gekommen, weder ge-druckt noch handschriftlich. Es kann iedocli nicht fehlen, dassweitere nachforschung sie endlich aüsfindig macht. Auf die anort und stelle vorhandenen urkunden beruft sich Mörckens aus-drücklich. In der commende zu Cöln war, nach Venator, die
bach, das dort Cadenbach selbst, äcker und Weinberge zu Coblenz,Lützelcoblenz, Weiss, Capellen, Linnholter und auf dem werth beiVallendar, einen hof eine mülile den zehnten und dreissig morgenWeinberge zu Mallendar, einen theil des zehnten zu Ochtendung undäcker zu Kalt.
1) Geschichte der grafen von Nassau 1, 177.
2) Irrig lässt Gelenius De magn. Colon, 442 den heiligen Engel-bert schon 1215, wo er noch nicht erzbischof war, sanct Cathari-nen einweihen. Das richtige bei Mörckens conat. chron. episc, Colon,im anhang beim iahr 1219. —■ Erzbischof Engelbert’s martyriumerzählt mit wenigen aber tiefergreifenden Worten Böhmer Fontes2, xxxiii.