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1 (1853)
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Blüte der ritterlichen Lnrik und Epopöe.

er führt ihn im Tristan (um 1210) schon als einen Verstorbenen anund seht ihn noch über Walther von der Vogclweide. Man sucht ihnin Rcinmar dem Aelteren, einem Elsässer., dem einzigen älterenLiederdichter, bei dem, vielleicht eben seiner Berühmtheit wegen, kein Zu-name genannt wird. Wir müssen dann freilich unseren heutigen Geschmacknicht in Anschlag bringen, wenn wir Gottfrieds Lob begreifen wollen;denn in unserer Schätzung würde Walther ohne Frage den Rang überihm einnehmcn. Ucbrigens vertritt er jene allgemeine Gattung des Min-ncgesangö neben Heinrich von Morungcn am besten; Walthervon der Vogclweide nur mit einem Theile seiner Lieder. Von Rcinmarund Walther wissen wir, daß sie in Deutschland weit hcrumgekommensind; so stehen sie uns auch äußerlich mehr über der landschaftlichen Be-sonderheit. Sie haben beide Beziehungen zu den österreichischen undthüringischen Höfen; Walther beklagt schon den gestorbenen Rcinmar,oder vielmehr die mit ihm gestorbene Kunst, und deutet eine Art vonFeindschaft oder Spannung unter Beiden an; Heinrich von Morungcn(ein Nicdersachsc, scheint es,) und der von JohannSdorf stehen aber,auch in ihren Liedern, ganz außer allen solchen materiellen Beziehungen.In den eigentlichen Minneliedern dieser Männer herrscht jener Wechselvon LiebeSfrendc, Klage und Sehnsucht; von sinnlichen Auswüchsen undVolksrohheiten sind sie ganz frei; hier ist der eigentliche höfische Ton inaller Reinheit. Seltener unterbricht bei Rcinmar den anhaltenden Klagc-ton eine Zeit der Lust, um unter den Schatten cinhebendeS Licht zu wer-fen; bei Heinrich, der oft inniger, tiefer, empfindender erscheint, wechseltMailust und Wintcrklagc, wie Licbesgunst und Verschmähen, ungefährgleich, und dieser einförmige Jahresverlauf eines einförmigen Sinnensund Trachtens ist das Allgemeine und Gewöhnliche in allen diesen Lie-dern. Dieses ewige Annähern und Abstößen, Freuden und Leiden, Kla-gen und Hoffen wird späterhin mechanisch, und dadurch quälend undpeinigend, bei diesen ist Alles noch frischer, neuer, schwungreicher; volleran Gedanken und Bildern, überzeugender, eindringender, durch seltnereKühnheit anziehender. Und wenn man auch selbst bei ihnen noch wie inder Wüste nach Oasen suchen muß und in luftigen Gebieten umwandclt,so fesselt und rührt doch Morungcn öfter oder leichter, weil seine Schwer-muth und seine Freude häufiger in einem faßlicheren Körper erscheinen.

»rinnen in dnx wunden kreme so moneAen wnndeiun§eiek wsene, Onleuses rnnxe, diu alle dkene Kunde,din dornete ür in munde.