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1 (1853)
Entstehung
Seite
308
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Zeit hat diese Gegend wieder den Ruhm der Pflege deutscher Talentesich erworben, auch im 17. Jahrh. hatte die adlige Kunst hier ihrenMittelpunkt. Und wie in dieser Zeit die AdclSdichtung besonders vonNord und Osten her dorthin sich sammelte, so ging sie in der 2. Hälftedes 13. Jahrh., die ohnehin sehr viele Aehnlichkeit mit der Zeit dcö 17.Jahrh. hat, gleichsam von Thüringen in jene rauheren Gegenden ans,die vorher keinen Antheil an der Dichtung im Westen und Süden ge-nommen hatten. Wir haben eine ganze Reihe von nordöstlichen Fürstenaus dieser zweiten Hälfte deS 13. Jahrh., die alle persönlichen und tät-lichen Antheil an der lyrischen Kunst nahmen, und zum Thcil in nahenVerhältnissen zu dem thüringischen Hause standen. In nächster Nachbar-schaft waren die Grasen von Hcnncbcrg, unter denen Poppo VII. derWeise (Z 1245) vom Marner, vom Bruder Wcrnhcr als der Trost derfahrenden Sänger genannt und so im Wartburgkrieg neben Hermannvon Thüringen gefeiert wird. Ein Bruder von ihm ist Otto von Botcn-lanben f-f 1244), von dem uns einige Minneliedcr erhalten sind^"').Herzog Heinrich I. von Anhalt sch 1252) war Hermann'S Schwieger-sohn; dessen Neffe ist der Markgraf Heinrich III. von Meißen ( s 1288)mit dem wieder Johann I. von Brabant (-f 1294), der berühmte Siegervon Worringen verschwägert ist, der sogar mehrseitig mit dem thüringi-schen Hause verwandt erscheint. Alle stehen als Dichter in unserenSammlungen von Minnclicdcrn, und Meißen insbesondere sing schondamals an mit den Südlanden um den Vorzug zu streiten; Rumelandverficht die Gaben der Sachsen gegen die der Baiern und Schwaben, diesonst als die vorzüglichsten Sänger galten, und Heinrich von Meißen(Franenlob) verachtete schon die berühmtesten Dichter deS Südens. Hein-rich von Anhalt war Vormund des Johannes I. von Brandenburg, vondessen Sohn Otto IV. (-f 1308) gleichfalls einige Lieder auf uns gekom-men sind. Er wieder bildet den Mittelpunkt mehrerer befreundeter Für-,stcn, Wenzel II. von Böhmen, (-f 1305), Witzlaw IV. von Rügen undHeinrich IV. von BrcSlau (-s 1290), die alle im Minnesängereoder stehen,obgleich zum Thcil ans slavischen Häusern. Ein besonderer Charakterbildete sich übrigens in diesen höfischen Kreisen nicht, nur landschaftlichscheidet sich die sonst vage lyrische Kunst wohl ab. Oesterreichs Dichtungwird sich uns weiterhin in vielen Stücken eigenthümlich charaktcrisiren;

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302) lieber seine Lebensverhältnisse siehe L. Bechstein, Geschichte und GedichteOtto's von Botenlauben. 1845. 4»