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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
365
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Zehnter siesnng.

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66 ,

„To macht cr siegreich jeden Feind verschwindenAus Indien; herrlich wird er's Scepter tragen,Denn^nirgend sich Gefahr und Gegner künden,

Bor schreck und Angst sie nimmer Kampf noch wagen.Nur Batikalah läßt cr noch empfindenDie Strafe, die schon Beadal geschlagen:

Zm Blut ertränkt, zertrümmert, unter TodtenStürzt's durck Geschütz und Feuer bald zu Boden,

67 ,

„Das wird Marlinhv sein; als seinen AhnenMars selbst er nennt nach Namen und nach Thaten;Mit Waffen weiß er glorreich sich zu bahnenDen Weg zum Ruhm, doch klug auch stets zu rathen.Ihm folgt dann Castro, der des Lusus FahnenStolz, herrlich wehen läßt auf Siegerpfaden;

Dem Vorfahr gleicht der Erbe: Jener stürmetDie Veste Diu, dieser fest sie schirmet,

68 ,

„Abaffen, rauhe Perser, Rumcnschaaren,

Die einst von Rom den Namen mochten leiten,

Bon Sitten seltsam all' und von Gcbahren —

Viel rauhe Völker sich zum Sturm bereiten sSie zürnen, daß so wenige Menschen warenDurch Himmelsgunst im Stand, auf allen SeitenIhr Land zu nehmen; doch für solchen SchadenSoll ihre» Bart des Feindes Herzblut baden.