ÜI
Zehnter gesang.
35S
-18.
Obgleich Apell kein Krieger, stark im Streite,
Bedrängt vom Kampf und Sturm in wilden Schlachten,Doch Alexander diesem Freunde weihteEampaspe, schauend Beider liebend Schmachten.
Auch Cyrus sah, daß von Araspas' SeiteZu Panthea sich Gluthen still entfachten,
Obwohl er schwur, das schöne Weib zu wahren,
Daß nichts von bösem Wunsch sie zu befahren.
49.
Doch als der ruhmgekrönte Perser findet,
Daß Liebe Jenen band, die mächtig heiße,
Verzeiht er leicht ihm; und gar trefflich kündetIhm dieser später Dank nach Freundesweise.Gewaltsam zwar »nit Judith sich verbindetDer tapfre Balduin; allein der greiseUnd wackre Vater Karl verzeiht, und schenketIhm Flandern, daß er's brav als Herrscher lenket.
50.
Im langen Lied die Nymphe sang vom ReckenSoarcs nun, „dess Banner siegreich schwellenUnd weh'n, rings kündend bange Furcht und Schrecken,Bis wo Arabiens rothen Strand die WellenBespülen: wildes Grau'n selbst dort sie wecken,
Wo Mekka. Gidah und Medina stellenGewaltige Macht bis zu Abassia's Strande;
Barborah auch erbebt gleich Zeila's Lande.