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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
356
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Die Lusiaiwii.

Zoll

39 .

„Doch ha! welch Helles Licht mag ich erschauen" —<So sang die Nymphe jetzt in Hellern Tönen),

„Dort auf Melinde's Meer hör' ich mit GrauenAus blutgedüugten Städten wildes Stöhnen,

Auf Oja's, Lamo's, Brava's weiten Auen —

Hier wird mit hohem Sieg sich Cunha krönen,

Dess Name stets im Süden wiedcrhallet,

Wo San' Lorenzo's Strom zum Meere wallet.

49 .

„Dies Licht ist durch des Feuers Gluth entstanden,Bom Waffenglanz, denn siegreich vorwärts dringetHeld Albuquerque nach der Parsen Landen,

Gen Ormus, das dem Joche sich entringet,

Das sanft und ehrenvoll. Hier wird zu SchandenDer Feinde Macht, da zischend rückwärts schwingetSich jeder Pfeil, verwundend, wer ihn sendet —Weil Gott den Seinen mächtig Hülfe spendet.

41 .

„Dort Berge Salzes werden nimmer wehrenDer Fäulniß aller Körper, die erschlagen,

Wo rings besä't mit Leichen von den HeerenDer Feinde, Strand und Meer bis Gerun ragen.Bis Maskat und Kalayat: so wird lehrenDer Tapfer» Arm allein, das Joch zu tragen;

Und reichen Zins wird fordern man vom LandeDer Feinde: Perlenschmuck von Barem's Strande.