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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
75
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Zweiter ge sang.

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102 .

Voll Großmuth dann in Worten und GebehrdeStellt er zu Diensten, was sein Land kann geben.Wenn ihnen irgend etwas nöthig werde,

Sei's Schießbcdarf, sei's Unterhalt zum Leben.

Dem Führer sagt er,wie vom tapfern SchwerteDer LusttaNicr längst schon Sagen schweben.

Wie fern im Westen Kriege sich entzündet.

Wo Christen gegen Mauren sich verbündet.

103 .

Der Schall von jenes Volkes hohen ThatenIst durch die Länder Asrika's gedrungen;

Der Sieg verblieb nach blutiger Schlachten SaatenDem Volk der Hesperiden unbezwungen."

So kündet er in langer Rede FadenNicht wenig, was des Lusus Volk gelungen,

Und was Gerüchte bis zu ihm getragen,

Worauf sich Gama neigt, um ihm zu sagen:

104 .

O gütiger Fürst, der du allein ErbarmenAn Lusus' tapferm Volke hast bewiesen,

An dessen Freundesbusen wir erwärmen.

Wo Land und Meer uns feindlich von sich stießen:Das, was durch dich geschch'n hier an uns Armen,Mag lohnen, die auf immer sei gepriesen:

Die ewige Macht, der wir uns Diener nennen;

Sie wird, noch mehr als wir, dein Werk erkennen!

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