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Die Lusiaden des Louis de Camoes. Verdeutscht von J. Donner
Entstehung
Seite
LXXIV
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I.XXIV

Msco da gama.

spru-ßcn werde, als er sich nur wünschen könne. Diesen Ehrenwerde er. der König, noch viele Gnaden hinzufügcn. welch- garreichliche Enrschädigung und würdigen Lohn für alle Mühen bie-ten sollten, die er auf dieser Reise zu ertragen haben würde.

Gama dankte dem König mit dem Anstande und der Artig-k-it eines guten Edelmannes. und küßte ihm di- Hand für dieHuld, die er ihm erzeigte, und das hohe Zutrauen, das er inihn setzte. Noch fügte er hinzu, daß es ihm zu Gute gehaltenwerde» möchte, wenn er bitte, auf dieser Reise sich der Beglei-tung seines Bruders Paul da Gama erfreuen zu dürfen; dennmit einem so tüchtigen und so treuen Gefährten hoffe er an dasZiel zu gelangen, sowohl ohne Zwistigkeiten als auch ohne listigeRänke, welche zwischen andern Personen Vorkommen und statt-finden könnten, die nicht so enge Blutsverwandte wären, wie erund sein Bruder. Gern bewilligte der König ihm dies und warbald auch derselben Meinung, daß Paul da Gama am bestenmit zu Denen zähle, die er dem Führer auf die Reise mitgebenwollte. Als der König Alles bewilligt undangeordnet, reisteervon Estremas nach Evora; von hier verabschiedete er Vasco daGama und dessen Bruder Paul, indem er ihnen noch einen Rit-ter seines Hauses, Nicolaus Covlho, beigescllte. Diese schifftensich im Hafen von Belem am 2. Juli des nämlichen Jahres1497 ein.

'Der Steuermann der kleinen Flotte hieß Pedro d'Alemquer,ein im Seedienste sehr erfahrner Mann. Vasco da Gama bekamim Verfolg seiner Reise die canarischen Inseln in Sicht, undsuchte dann den Hafen von Santa Maria auf der Insel SamtJago zu gewinnen; er erreichte diesen am 28. Juli. Von hieraus begann er, laut Vorschrift, gen Osten zu segeln, um dasKap der guten Hoffnung zu suchen ; darüber gingen die MonateAugust, September und October unter vielen Stürmen und wi-derwärtigen Winden hin, bis man am 4. November Land ent-deckte; mit großer Freude nahmen die Schiffer diese Kunde auf;sic fanden, daß cs ein niedriges Eiland mit einer großen Baiwar, welcher man den Namendie Bucht von Sancta Helena"gab. Gama warf daselbst Anker; da man jedoch in der ganzen