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2,2 (1826)
Entstehung
Seite
989
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Salze von Chrom. 989

dule proportionales Schwefelmolybdän hat noch nicht her-vorgebracht werden können.

XXXV. Salze von Chrom.

A. Sauerstoffs alz e von Chrom.

Chrom hat zwei Oxyde, welche beide Salzbasen sind,von denen jedoch bis jetzt nur die Oxydulsalze untersuchtsind. Dieselben sind grün, haben einen süfslichen, zusam-menziehenden Geschmack, werden von Alkali mit grauer,ins Grünliche ziehender Farbe, von Cyaneisenkalium mitgrüner, und von Galläpfelinfusion mit brauner Farbe ge-fällt.

Schwefelsaures Chromoxydul ist im Wasser auf-löslich. Zur Trockne abgedampft und gelinde gebrannt,wird es nachher nicht mehr von Wasser aufgelöst.

Schwefelsaures Chromoxydul-Kali bildet sichbei dem Vermischen beider Salze; die Auflösung wird,mit etwas freier Schwefelsäure versetzt, der freiwilligenAbdampfung überlassen. Das Salz schiefst dann in octae-drischen Krystallen von einer unreinen Purpurfarbe an,die in gewissen Richtungen stark ins Grüne zieht. Wer-den diese Krystalle im Wasser aufgelöst, und die Auflö-sung dann abgedampft, so erhält man keine Krystalle wie-der, sondern nur eine Salzmasse, weil das Salz sehr leichtauflöslich ist und die Mutterlauge sauer sein mufs, um dieAuflöslichkeit des Salzes zu vermindern, wenn man regel-mäfsige Krystalle erhalten will. Dieses Salz kann Chrom-alaun genannt werden; es ist vollkommen so wie Alaunzusammengesetzt, und wenn das Chrom mit Aluminiumvertauscht würde, so würde gewöhnlicher, krystallisirterAlaun entstehen. Wir haben also nicht weniger als vierisomorphe Oxyde, die mit Schwefelsäure und Kali alaun-ähnliche Salze geben, nämlich Thonerde, Manganoxyd,Eisenoxyd und Chromoxydul.