Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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981
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Molybdänsäuresalze. 981

Molybdänsäure zu einem nicht krystallisirenden Doppel-salze.

Borsaure Molybdänsäure. Borsäure löst die Mo-lybdänsäure bei dem Kochen auf. Wird ein Ueberschufsvon der letzteren hinzugesetzt, so wird diese undurchsich-tig und klebrig wie Terpenthin. Die Auflösung wird beidem Erkalten milchicht. Die filtrirte Flüssigkeit ist farblosund giebt nach dem Verdunsten ein krystallisirtes, farb-loses Salz. Weingeist zersetzt die Krystalle, scheidet eingelbes Pulver ab, und löst Borsäure mit sehr wenig Mo-lybdänsäure auf.

Essigsäure Molybdänsäure erhält man, wennMolybdänsäure durch Kochen in Essigsäure aufgelöst wird.Ein Ueberschufs von der ersteren macht die Auflösungtrübe und milchicht. Die geklärte Flüssigkeit giebt nachder Verdunstung eine farblose Gallerte, welche hernachohne weiteres Eintrocknen gelb wird und zu einem gröb-lichen, gelben Pulver zerspringt, das in sehr geringer Mengeund mit gelber Farbe vom Wasser aufgelöst wird.

Weinsaure Molybdänsäure ist ein farbloses, nichtkrystallisirendes Salz. Bei meinen Versuchen wurde dieAuflösung stets blau bei dem Verdunsten. Ich mufs esunausgemacht lassen, ob dieses von irgend einer Beimen-gung der Weinsäure herrührte. Die Verbindung wirdvollkommen von Weingeist aufgelöst.

Zweifach weinsaures Kali ist das beste Auflö-sungsmittel für Molybdänsäure, und löst bei dem Kochenauch die geschmolzene und sublimirte Säure auf. Die Auf-lösung trocknet zu einer gummiähnlichen Masse ein.

Bernsteinsaure Molybdänsäure wird durch Di-gestion beider Säuren mit Wasser erhalten. Die Auflö-sung ist farblos, giebt aber nach dem Verdunsten gelbeKrystalle. Alkohol scheidet aus diesen ein gelbes Pulverab und löst meist nur Bernsteinsäure auf.

Arseniksaure Molybdänsäure giebt auf gleicheWeise eine farblose Auflösung und ein citrongelbes basi-sches Salz. Die Auflösung krystallisirt, nachdem sie biszur Syrupconsistenz verdunstet worden ist. Weingeist zer-

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