Oxydulsalze. 975
Oxalsaures, borsaures, essigsaures, weinsau-res und bernsteinsaures, Molybdänoxydul sindsämmtlich unauflöslich und bilden dunkelgraue Nieder-schläge, welche bei dem Trocknen schwarz werden. Sielösen sich in geringer Menge in einem Ueberschufs ihrerSäuren auf.
Oxalsaures Molybdänoxydul - Kali bildet einim Wasser auflösliches purpurfarbenes Doppelsalz.
Weinsaures Molybdänoxydul-Kali bildet einim Wasser schwer auflösliches Doppelsalz, welches vomAmmoniak mit dunkler Purpurfarbe aufgelöst wird undsich daraus wieder niederschlägt, wenn das Ammoniakverdunstet. Am Leichtesten erhält man dieses Salz, wennMolybdänsäure in zweifach weinsaurem Kali aufgelöst,und darauf die Auflösung mit Zink digerirt wird, welchesdasselbe zum Oxydsalz reducirt. Setzt man nun ein wenigChlorwasserstoffsäure hinzu, so wird das Oxyd zum Oxydulreducirt, und wenn man die Wirkung des Zinks fortdauernderhält, nachdem die Säure gesättigt ist, so fällt ein Doppel-salz als schwarzes Pulver nieder, welches auf ein Fil-trum gebracht, nachdem das Zinksalz durchgegangen ist,dem Waschwasser eine Purpurfarbe ertheilt. In einemoffenen Gefäfse verbrannt, hinterläfst es geschmolzenes mo-lybdänsaures Kali.
Arseniksaures Molybdänoxydul verhält sichganz wie das phosphorsaure Salz.
Chromsaures Molybdänoxydul scheint es nichtzu geben. Bei Vermischung von chromsaurem Kali mitdem Chlorür entsteht ein basisches chromsaures Molyb-dänoxydsalz, und Chromchlorür wird mit grüner Farbein der Flüssigkeit aufgelöst.
Oxydsalze.
Diese sind bei einem Gehalt von Krystallwasser rotb,und wenn sie sich im wasserfreien Zustand befinden, fastschwarz. Ihre Auflösungen haben einen zusammenziehen-den, etwas säuerlichen und hernach metallischen Geschmack.