Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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971
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Haloi'dsalze.

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sich auch dieser Flüssigkeit, um Eisenwaaren, z. B. Flin-tenläufen, einen dünnen und gleichförmigen Ueberzug vonRost zu geben, wodurch das Metall gegen fernere Oxy-dation geschützt wird. Man kann Antimonoxyd in flüssi-ger Chlorwasserstoflsäure auflösen, aber diese Auflösungist in demselben Zustande, wie ein mit etwas Wasserverdünntes und niedergeschlagenes Antimonchlorid, undkann also nicht neutral werden.

hj Antimonsuperchiorür wird erhalten, wennwasserhaltige antimonichte Säure bis zur völligen Sätti-gung in concentrirter Chlorwasserstoflsäure aufgelöst wird.Die Auflösung geht langsam vor sich, die Flüssigkeit istgelblich und enthält einen Ueberschul's von Chlorwasser-stoffsäure, wodurch die Verbindung aufgelöst erhaltenwird. Sie ist von sehr losem Zusammenhänge, und wirddurch Verdünnung mit Wasser zersetzt.

c) Antimonsuperchlorid erhält man, nach Hein-rich Ilose, welcher dasselbe zuerst darstellte, wenn Pul-ver von metallischem Antimon gelinde in Chlorgas erhitztwird. Das Antimon verbrennt mit Funkensprühen, undes destillirt eine farblose oder schwach gelbliche Flüssig-keit über. Sie raucht stark an der Luft, riecht höchstunangenehm, zieht Feuchtigkeit an und wird unklar, wo-bei sich Krystalle bilden, die aus Superchlorid mit Kry-stailwasser bestehen. Diese Krystalle zerfliefsen hernach,und die Flüssigkeit wird, dann klar. Wird das Super-chlorid mit viel Wasser auf einmal vermischt, so erhitztsich das Gemische, trübt sich und zersetzt sich in wasser-haltige, niederfällende Antimonsäure und in aufgelöst blei-bende Chlorwasserstoffsäure. War das zur Darstellung desSuperchlorids angewendete Antimon eisenhaltig, so wirddas Destillat gelber, und der gröfste Theil des zugleichgebildeten Eisenchlorids bleibt im Destillate unaufgelöstund setzt sich auf dem Boden ab. H. Rose fand, dafswenn Schwefelantimon in Chlorgas erhitzt wird, man nurAntimonchlorür, gemengt mit Chlorschwefel, erhalte. Er-steres löst sich mit Hülfe von Wärme in letzterem auf,und schiefst daraus bei demErkalten in Krystallen an.