Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
937
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Schwefelsalzc.

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Alkohol unauflöslich, und lassen sich dadurch aus Was-ser niederschlagen. Die Kohlensäure der Luft verändertsie nicht. Das Kaliumsalz ist durch Abdampfen leichtzum Krystallisiren zu bringen, und giebt dann durchsich-tige, farblose, federähnliche Krystalle. Werden diese auf-löslichen Doppelsalze mit neutralen Metallsalzen gemischt,so schlägt sich das Cyansilber mit dem zugesetzten Metall,das sich mit dem Cyan verbunden hat, nieder, und esentstehen doppelte, gewöhnlich weifse Cyanverbindungen,die von gleicher Beschaffenheit mit den entsprechendenDoppelcyanverbindungen des Eisens mit anderen Metallensind.

Cyansilber mit salpetersaurem Silberoxydbildet ein krystallisirtes Doppelsalz, das man erhält, wennfrisch gefälltes Cyansilber in einer kochenden, etwas con-centrirten Auflösung von salpetersaurem Silberoxyd aufge-löst und die Flüssigkeit langsam erkalten gelassen wird,wobei das Salz in sehr glänzenden Nadeln anschiefst.Wasser zieht daraus das salpetersaure Salz aus und hin-terläfst das Cyansilber. Erhitzt, verpufft es mit Heftigkeit,mit Hinterlassung von cyanhaltigem Silber. Die Salpeter-säure ist darin mit doppelt so viel Silber verbunden, alsdas Cyan aufnimmt.

Schwefelcyansilber scheidet sich als ein weifser,käsiger Niederschlag ab, der nicht von verdünntem Am-moniak aufgelöst wird. Es schwärzt sich im Sonnenlichte,aber langsamer als Chlorsilber.

C. Sclnve felsalze von Silber.

Schwefelsilber ist eine der stärkeren Schwefelbasen inder Klasse der eigentlichen Metalle. Seine Verbindungensind im Wasser unauflöslich, dunkelbraun, schwärzen sichbei dem Trocknen und erhalten sich gut in der Luft.

Kohlenschwefliges Schwefelsilber ist ein dun-kelbrauner Niederschlag, der sich mit tief dunkelbraunerFarbe im Ueberschufs des Fällungsmittels auflöst. Trok-