Sauers toffsalzc.
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der Wärme. Nach dem Erkalten erhält man eine grofseMenge körniger, glänzender, weifser Krystalle, die metal-lisch schmecken. Sie lassen sich kaum in der Flüssigkeitberühren, ohne zu explodiren, so lange aber die Flüs-sigkeit überschüssiges Ammoniak enthält, pflanzt sich dieExplosion nicht von einem Korne zum andern fort. Die-ses Präparat ist äußerst gefährlich und detonirt dreimalstärker, als eine gleiche Menge des neutralen knallsaurenSilberoxydsalzes.
Knallsaure Silberoxyd - Baryterde krystallisirtin schmutzig-weifsen Körnern, ist im Wasser schwer auf-löslich und explodirt stark.
Knallsaure Silberox.yd-Strontianerde ist demvorhergehenden ähnlich.
Knallsaure Silberoxyd-Kalkerde bildet kleine,gelbliche, schwere, in kaltem Wasser leicht auflösliche Kry-stallkörner.
Knallsaure Silberoxyd - Talkerde bildet zweiverschiedene Verbindungen; die eine ist ein rosenfarbe-nes, unauflösliches Pulver, das nicht explodirt, sondernnur decrepitirt; das andere schiefst in feinen, weifsen,haarförinigen Krystallen an und explodirt stark.
Selensaures Silberoxyd erhält man, wenn salpe-tersaures Silberoxyd mit Selensäure gemischt wird, wobeisich die neue Verbindung als ein weifses Pulver abschei-det. Es ist in geringem Grade in kochendem Wasser auf-löslich. Kochende Salpetersäure löst es auf, aber es wirdwieder niedergeschlagen, wenn man kaltes Wasser zu-giefst. Wird die Auflösung mit kochendem Wasser ver-dünnt, so trübt sie sich nicht, und wenn man sie einemlangsamen Erkalten überläfst, so krystallisirt das Salz inweifsen Nadeln. Es wird vom Tageslicht nicht geschwärzt,schmilzt ungefähr bei derselben Temperatur wie Chlorsil-ber, und giebt nach dem Erkalten eine undurchsichtige,weifse, spröde, im Bruch krystallinische Masse. In stren-ger Hitze entwickelt sich Sauerstoffgas, es verfliegt Selen-säure, und das Salz wird mit einem Häutchen von Silberüberzogen.