Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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Salze von Silber.

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Es bildet ein krystalliniscbes Pulver, welches die Lack-mustinktur nicht röthet und in der Luft, durch Einflufsdes Lichts, erst roth und dann schwarz wird. Es löstsich in 36 Tb. kochenden Wassers auf, und krystallisirtdaraus bei dem Erkalten in kleinen, weifsen Nadeln.Dieses Salz hat die Eigenschaft, mit Explosion abzubren-nen, und zwar in beinahe gleichem Grade, wie dasSilberoxyd-Ammoniak, und es übertrifft darin bedeutendsowohl Knallquecksilber, als Knallgold. Ein halber Granauf eine glühende Kohle geworfen, knallt wie ein Pisto-lenschufs. Der elektrische Funke, ein hartes Auf drücken,ein Hammerschlag oder die Berührung mit einer, mit con-centrirter Schwefelsäure angefeuchteten gläsernen Röhre,zünden es an, und wenn das Präparat dem Sonnenscheinausgesetzt gewesen ist, soll es, nach Trommsdorff,bei der gelindesten Berührung explodiren. Man hat ganzkleine Stücke davon zwischen die zwei Blätter einer Spiel-karte eingelegt, und diese verpuffen mit einem starkenKnall, wenn die Stelle über die Flamme eines Lichts ge-halten wird. Diese knallenden Kartenblätter sind unterdem Namen Knallfidibus bekannt. Eine Art, diesesPräparat anzuwenden, ist folgende: Man schneidet vonPapier i bis 1 Zoll breite Streifen, so lang wie man siezu haben wünscht, mit einer Scheere ab. Am Ende je-des Streifens befestigt man mit Gummi- oder Leimwasserein wenig grobes Glaspulver, etwa £ Zoll weit. Sowohloberhalb des Glaspulvers, als auf dem mit Gummiwasserbefeuchteten Papier, streut man ein wenig Knallsilber,und läfst die Streifen an der Luft trocknen. Man legtsie nachher mit den so armirten Enden mit dem Knallsil-ber nach innen etwas zusammen, so dafs das Knallsilbernicht gegen das Glaspulver, sondern gegen das Papier zuliegen kommt. An den Enden der beiden Streifen befe-stigt man dann einen Umschlag von Papier, der die En-den der Streifen dicht an’s Papier drückt, ohne aber da-durch die Verschiebbarkeit beider Streifen gegen einanderzu verhindern; wenn man sie dann der Länge nach aus-einanderzieht, so entsteht, wenn die armirten Stellen über-