Sauerstoffsalze.
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Bart mit einer gesättigten Auflösung von salpetersauremSilberoxyd in Aether, womit die Haare mit der Vorsichtbestrichen werden, dafs die Haut nicht davon getroffenwird, welche auch dadurch schwarz werden würde. Löstman das neutrale Salz in ein wenig mit Gummi versetz-tem Wasser auf, so kann man sich dieser Auflösung be-dienen, um auf Leinewand und Baumwolle zu zeichnen.Man bestreicht vorher die Stelle mit einer Auflösung vonPottasche, und trocknet es, damit das Zeug steif wirdund eine glatte Oberfläche annimmt; dann schreibt manmit der Silberauflösung darauf und.läfst das Geschriebeneeine Weile im Fenster, am besten im Sonnenschein lie-gen. Nach einem Tage wird die Stelle mit Wasser ge-waschen, und das Geschriebene hat jetzt eine schwarzeFarbe, die nicht mehr ausgelöscht werden kann. Die Pott-asche dient theils um das Zeug steif zu machen, theilsum das Silbersalz zu zersetzen und die Einwirkung derSalpetersäure auf das Zeug zu verhindern. Eine Auflö-sung dieses Salzes im Wasser widersteht der Fäulnifs bes-ser, als irgend ein anderer Stoff; Fleisch und thierischeStoffe, die damit übergossen werden, erhalten sich unver-ändert. Wasser, welches davon enthält, geräth nicht
in Fäulnifs, wenn es noch so lange aufbewahrt wird, undwenn das Wasser gebraucht werden soll, kann das Silbermit ein Paar Tropfen einer Kochsalzauflösung ausgefälltwerden. Salpetersaures Silberoxyd dient als Arzeneimit-tel, sowohl zum inneren als zum äufserlichen Gebrauch.Im ersteren Falle wendet man es im krystallisirten Zu-stande an, und es wird dann in den Officinen Argentumnitratum genannt; im letzteren Falle schmilzt man es, bises eine schwarze Farbe annimmt, giefst die geschmolzeneMasse in Formen zu Stangen, die man Lapis infernalisoder Höllenstein nennt, und bedient sich derselben alsAetzmittel, um wildes Fleisch und andere Auswüchse da-mit wegzunehiuen. Es geschieht oft, dafs man in denApotheken dieses von kupferhaltigem Silber bereitet er-hält; in diesem Fall giebt es eine grüne oder blaugrüneAuflösung, und plagt den Kranken sehr, ätzt aber weni-