906
•/: -i
: ;: -V
’ y->
v-.V
*•„;• '•:
I;
,v-
;■;
Ü':\«'■;•
&'•••*. *
('\V'
'■
Kf
iv -
^•. 1
k;
*: •
vlQ
V*
V- s.}
.v\* •
Salze von Quecksilber.
ein saures Salz zu sein, verdient jedoch noch eine nähereUntersuchung. Quecksilberchlorid absorbirt das Ammo-niakgas nicht, wenn es diesem Gase ausgesetzt wird. SeineAuflösungen der unmittelbaren Einwirkung des Sonnen-lichts ausgesetzt, setzen nach einiger Zeit Chlorür ab, unddie Auflösung wird sauer. Es wird von brennbaren Kör-pern langsam zersetzt, wobei das Chlorid zu Chlorür re-ducirt wird, und dieses geschieht besonders leicht, wennes vom Sonnenlicht getroffen wird. So z. B. mufs manAuflösungen von Quecksilberchlorid, die zugleich Gummi,Extrakt, irgend ein flüchtiges Oel, Spiritus oder etwasähnliches enthalten, an keinem, den Sonnenstrahlen aus-gesetzten Orte stehen lassen. Man bedient sich des Queck-silberchlorids in der Arzeneikunde, aber es ist zugleichein so heftiges Gift, dafs es, der arsenichten Säure wenignachsteht. Man hat gegen die dadurch verursachten Ver-giftungen Hepar anzuwenden versucht, aber mit wenigNutzen. Orfila entdeckte später, dafs das Eiweifs einso vortreffliches Gegengift ist, dafs die giftigen Wirkun-gen des Chlorids dadurch in wenigen Augenblicken auf-hören. Eine Person hatte aus Versehen eine zu grofseDose von Quecksilberchlorid eingenommen, wovon sichdie giftigen Wirkungen schon eingefunden hatten, alsOrfila gerufen wurde. Die Eigenschaft des Eiweifses,das Chlorid aus seiner Auflösung niederzuschlagen, ver-anlafste ihn, diesen Stoff, welcher zufälligerweise leichtanzuschaffen war, zu versuchen. Dem Kranken wurdesogleich dadurch geholfen, und die Erfahrung hat nach-her die Richtigkeit dieser Entdeckung bestätigt; Taddeiwill sogar auch den Kleber als wirksam befunden haben.Uebergiefst man animalische Stoffe mit einer Auflösungvon Quecksilberchlorid, so verbinden sie sich mit demSalze, schrumpfen etwas zusammen, werden fester, neh-men eine weifse Farbe an, und sind darauf nicht mehrder Verwesung unterworfen. Man bedient sich des Subli-mats zur Verwahrung gewisser anatomischer Präparate,und man hat es mit glücklichem Erfolge angewandt, umLeichen, die man einige Zeit vor dem Einkleiden in eine