Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
898
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898 Salze von Quecksilber.

Jodsaures Quecksilberoxyd ist im Wasser auf-löslich.

Kohlensaures Quecksilberoxyd fällt als einblafsrothes Pulver nieder.

Oxalsaures Quecksilberoxyd erhält man, wennessigsaures Quecksilberoxyd mit Oxalsäure, oder mit einemOxalsäuren Salze niedergeschlagen wird. Es ist ein wgi-fses, unauflösliches Pulver. In einer höheren Temperaturverbrennt es mit einer schwachen Verpuffung.

Borsaures Quecksilberoxyd ist bis jetzt nochunbekannt.

Essigsaures Quecksilberoxyd wird, nach Stro«meyer, erhalten, wenn das Oxyd bei sehr gelinder Dige-stion in concentrirter Essigsäure aufgelöst, und die Auf-lösung darauf der freiwilligen Verdampfung überlassenwird. Es schiefst dann in vierseitigen Tafeln an, dietheils durchsichtig, theils von Perlenmutterglanz und durch-scheinend sind. Das Salz wird an der Luft nicht feucht,aber in offenen Gefäfsen verliert es sehr bald einen Theilseiner Säure und nimmt an der Oberfläche eine gelbeFarbe an, wobei es in ein basisches Oxydsalz verwan-delt wird. 1 Theil krystallisirtes Salz wird von 2^Thei-len kaltem Wasser aufgelöst. Kochendes Wasser löst esin noch gröfserer Menge auf, aber ein Theil der Säureverfliegt und läfst das basische Salz zurück. Dieses ge-schieht jedoch nicht, wenn das Wasser vorher mit etwasEssigsäure gemischt wird. Das Salz wird durch Kochennoch auf eine andere Weise zersetzt, das Oxyd wird vonder Essigsäure zum Oxydul reducirt, und die kochendeAuflösung schlägt mit Chlorwasserstoffsäure Quecksilber-chlorür nieder. Es wird auch, obgleich in geringer Quan-tität, von Alkohol aufgelöst, und ist dabei einer gleichenZersetzung wie im Wasser unterworfen. 100 Th. Alko-hol lösen nur 5-f- Th. des Oxydsalzes auf.

Weinsaures Quecksilberoxyd wird als ein wei-fses Krystallpulver niedergeschlagen, wenn Weinsäure indas essigsaure Oxydsalz eingetropft wird, wobei der ganze