Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
893
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Oxydulsalze. 893

anzuwenden angefangen, indem das feuchte Salz, mitetwas Benzoetinktur (welche es nach dem Trocknen zu-sammenhält) vermischt, in die bei dem chlorsauren Kalierwähnten Kupferhütchen getropft und getrocknet wird.

Knallsaures Quecksilberoxydul, mit kaustischen Alka-lien oder alkalischen Erden gekocht, wird zur Hälfte zer-setzt und bildet Doppelsalze, indem das Alkali die ausge-fällte Hälfte vom Oxydul ersetzt. Das Kalisalz, dessenDarstellung nicht immer glückt, schiefst in gelben, stern-förmigen Krystallen an, die bei dem Erhitzen detoniren.Wird das krystallisirte Salz wieder aufgelöst, so schiefstes nicht mehr an, sondern die Flüssigkeit wird bei demErkalten milchig. Sehr oft erhält man, statt des krystal-lisirten Salzes, ein gelbes Pulver, das nicht explodirt. DasAmmoniaksalz wird erhalten, wenn knallsaures Quecksil-beroxydul bei gelinder Wärme in kaustischem Ammoniakaufgelöst wird, worauf bei dem Erkalten ein gelbes, kör-niges, heftig explodirendes Salz erhalten wird. Wird dasGemische gekocht, so erhält man ein hellgelbes, nicht de-tonirendes Pulver.

Selensaures Quecksilberoxydul wird erhalten,sowohl wenn Selensäure in eine Auflösung von salpeter-saurem Quecksilberoxydul eingetropft wird, als auch durchdoppelte Zersetzung. Es bildet ein weifses, im Wasserunauflösliches Pulver. Bei dem Erhitzen schmilzt es undgiebt eine braune Flüssigkeit, welche bei dem Erkaltenheller wird und eine gelbe Farbe annimmt. Bei einergröfseren Hitze geräth sie in’s Kochen und destillirt indunkelen Tropfen über, die nach dem Erkalten eine bern-steingelbe Farbe annehmen und gewöhnlich durchsichtigwerden. Von kaustischem Kali wird es mit Hinterlassungvon Oxydul zersetzt. Es wird von Chlorwasserstoffsäurezerlegt; es löst sich Quecksilberchlorid und Selensäure inder Flüssigkeit auf, und es bleibt reducirtes Selen unauf-gelöst zurück.

Arseniksaures Quecksilberoxydul ist ein wei-fses, unauflösliches Pulver, welches von Chlorwasserstoff-säure aufgelöst wird.

Arsenichtsaures Quecksilberoxydul verhält sich

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