Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
891
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Oxydulsalze. 891

Oxalsaures Quecksilberoxydul wird erhalten,wenn salpetersaures Quecksilberoxydul mit oxalsauremAlkali niedergeschlagen wird. Es ist ein weifses, imWasser beinahe unauflösliches Pulver, welches erhitzt,oder selbst nur durch einen Schlag, mit einer kleinen Ex-plosion zersetzt wird.

Oxalsaures Quecksilberoxydul - Kali wirddurch Auflösung des Quecksilberoxyduls in dem saurenKalisalze erhalten. Es schiefst in schiefen Prismen an.

Borsaures Quecksilberoxydul erhält man, wenneine Auflösung von salpetersaurem Oxydulsalze mit einerBoraxauflösung vermischt und das Gemenge abgedampftwird; das borsaure Salz schiefst dann in kleinen, glän-zenden Schuppen an. Von Salmiak wird es leicht aufge-löst. Borsäure allein schlägt nichts nieder, selbst nichtaus einer concentrirten Quecksilberauflösung in Salpeter-säure.

Weinsaures Quecksilberoxydul läfst sich nurschwierig auflösen und krystallisirt in weifsen, glänzen-den Schuppen.

Brenzlichweinsaures Quecksilberoxydul bil-det einen weifsen Niederschlag.

Citronsaures Quecksilberoxydul ist ein schwerauflösliches, weifses Pulver, welches von Salpetersäureleicht aufgelöst und durch Glühen zersetzt wird.

Apfelsaures Quecksilberoxydul kennt man

nicht.

Brenzlicüapfelsaures Quecksilberoxydul istein weifser Niederschlag.

Brenzlichschleimsaures Quecksilberoxydulist ebenfalls weifs und unauflöslich.

Benzoesaures Quecksilberoxydul ist ein wei-fses Pulver, welches sich nur schwer auflösen läfst. Esist flüchtig und sublimirt sich in weifsen, federartigenKrystallen.

Galläpfelsaures, bernsteinsaures und honig-steinsaures Quecksilberoxydul, sind alle farblosund unauflöslich.