Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
839
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Oxydsalzc. 839

Bei dem Glühen wird es zersetzt, giebt erst Wasser, dannsublimirt sich Selensäure und das Zinnoxyd bleibt rein

zurück.

Arseniksaures Zinnoxyd ist nicht untersucht.

Arsenichtsaures Zinnoxyd ist ein gallertartiges,unauflösliches Pulver, welches bei dem Glühen sich nichtverändert, und zum Schmelzen eine strenge Hitze er-fordert.

Chromsaures Zinnoxyd ist ein unauflösliches,schön citrongelbes Pulver.

Molybdänsaures Zinnoxyd ist ein graues, imWasser unauflösliches Pulver. Es wird in kaustischemKali mit brauner, und in Chlorwasserstoffsäure mit grü-ner, aber wenn die Säure verdünnt ist, mit blauer Farbeaufgelöst. Von Salpetersäure wird es nicht verändert.

Wolframsaures Zinnoxyd ist unbekannt. Wennwolframsaures Kali mit Zinnchlorür vermischt wird, soentsteht ein blauer Niederschlag, welcher wolframsauresWolframoxyd ist.

B. Haloi'dsalze von Zinn.

Chlorzinn, a) Zinnchlorür. Man erhält was-serfreies Zinnchlorür, wenn Zinn in chlorwasserstoff-saurem Gase erhitzt, oder wenn ein Gemenge von Queck-silberchlorid mit gleichen Theilen Zinnfeilspähnen gemengt,und in einer kleinen gläsernen Retorte einer langsam er-höheten Temperatur ausgesetzt wird, bis bei der Roth-glühhitze das Zinnchlorür überdestillirt. Die geschmol-zene Masse ist nach der Abkühlung grau, glänzend undhat glasigen Bruch. In trockenes Chlorgas gebracht, ent-zündet es sich, und es condensirt sich wasserfreies Zinn-chlorid in Tropfen auf der inneren Seite des Gefäfses.Es ist völlig neutral, und unterscheidet sich vom krystal-lisirten Salze nur durch seinen Wassergehalt. Wasser-haltiges Zinnchlorür (salzsaures Zinnoxydul) wird er-halten, wenn Zinn in concentrirter Chlorwasserstoffsäure

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