und Eintauchen in chromsaures Alkali, diese Farbe anZeuge zu befestigen. Die Farbe kann Säuren gut ertra-gen, aber sie wird von Lauge und Seife weggenommen,weil chromsaures Bleioxyd von den Alkalien zersetzt wird.Halb chromsaures Bleioxyd wird erhalten, wennman 3 Th. neutrales Salz mit 2 Th. geschlämmtem Blei-oxyd digerirt, oder wenn man es mit einer sehr verdünn-ten Auflösung von kaustischem Alkali behandelt, oderendlich wenn das Salz durch salpetersaures Bleioxyd auseiner, mit einem Ueberschufs von Alkali gemengten, Auf-lösung von chromsaurem Kali gefällt wird. Der Nie-derschlag ist schön zinnoberroth. Er wird sowohl zumDrucken auf Kattun als auch zu Oelfarbe angewandt. Erdeckt gut und kann mit viel Bleiweifs gemengt werden,ohne an Corpus zu verlieren, wie diefs mit Zinnober derFall ist.
Molybdänsaures Bleioxyd ist ein unauflösliches■Pulver. Es wird sowohl von Salpetersäure als von kau-stischen Alkalien aufgelöst, kommt in der Natur krystal-lisirt vor und wird von den Mineralogen Gelbbleierzgenannt. Seine primitive Form ist ein rectanguläres Octae-der, aber es bildet öfters rechtwinklige Tafeln, die einehellgelbe oder feuerrothe Farbe haben. Auf glühendenKohlen zerknistert es und schmilzt endlich zur gelbenMasse.
Wolframsaures Bleioxyd bildet ein weifses, un-auflösliches Pulver. Es kommt als eine grofse Seltenheitin der Natur vor, und bildet bräunlich gelbe, halbdurch-sichtige, octaedrische Krystalle, worin die Säure 3 Malso viel Sauerstoff als die Base enthält; da im Gegentheilder Sauerstoff in dem durch Kunst bereiteten Salze inder Säure 6 Mal so viel Sauerstoff als in der Base enthält.
Antimonsaures Bleioxyd bildet einen weifsen,käseähnlichen Niederschlag, welcher im Wasser völlig un-auflöslich ist. Erhitzt giebt es Wasser ab und wird gelb;schmilzt nicht, aber wird auf Kohle vor dem Lötbrohrmit einer kleinen Verpuffung reducirt und giebt Antimon-blei. Von Säuren wird es unvollkommen zerlegt, auch