Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
773
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Schwefelsalze.

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Wasserstoffcyanschwefliger Eisenschwefelfällt bei Vermischung eines Eisenoxydsalzes mit einemwasserstoffcyanschwefligen Salze nieder. Der Niederschlagist schwarz, fängt aber nach einigen Augenblicken an sichzu zersetzen und wird nach und nach weifs, worauf erkein Eisen mehr enthält, in der Flüssigkeit aber Eisen-sulphocyanür aufgelöst enthalten ist. Die weifse Materiebesteht, nach Zeise, aus Kohlenstoff, Stickstoff, Schwe-fel und Wasserstoff. Sie schlägt sich sogleich nieder,wenn die Flüssigkeit vor dem Zusatz des Eisenoxydsalzesmit Säure vermischt ist, und bildet, der Borsäure ähnli-che, krystallinische Schuppen. Sie wird von Alkohol auf-gelöst, die Auflösung röthet Lackmus und wird durchWasser gefällt. Von Alkali wird sie erst im Kochenaufgenommen, wobei sie zersetzt wird und ein Gemengevon Sulphocyanür und wasserstoffcyanschwefligem Salzbildet.

Arsenikschwefliges Schwefeleisen fällt mitdunkelbrauner, bald völlig schwarz werdender Farbenieder. Der Niederschlag löst sich mit schwarzbraunerFarbe in einem Ueberschufs des Fällungsmittels zu einerschwarzbraunen Flüssigkeit auf. Bei dem Eintrocknen zer-setzt sie sich und bekommt dunkle Rostfarbe. Ein Theildes Eisens oxydirt sich dabei, während sich der anderemit dem Schwefel und Arsenikschwefel in das folgendeSalz verwandelt. Der Niederschlag mit dem neutralenund mit dein basischen Salze verhält sich vollkommengleich.

Arsenikschwefliger Eisenschvvefel wird durchdas neutrale Salz in Gestalt einer schmutzig-grauen, insGrüne ziehenden, flockigen Masse niedergeschlagen. Imersten Augenblicke zeigt sich dabei eine dunkelgelbbrauneFarbe, was davon herrührt, dafs anfangs der Niederschlagvom Fällungsmittel wieder aufgenommen wird. DieseFarbe bleibt beständig, wenn man einen Ueberschufs desFällungsmittels zusetzt, und verschwindet wieder, wennein Ueberschufs des Eisenoxydsalzes hinzukommt. DerNiederschlag wird theilweise in dem Ueberschusse desIL 50