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Oxydsalze.
aber nicht genau untersucht. Wenn eine Auflösung vonsalpetersaurem Eisenoxyd, mit überschüssigem kohlensau-ren Kali niedergeschlagen wird, so löst sich der Nieder-schlag wieder im Alkali auf, und man bekommt einerothe Auflösung, die Stahls alkalische Eisentinkturgenannt zu werden pflegt.
Phosphorsaures Eisenoxyd bekommt man, wenndie Auflösung eines Oxydsalzes mit eitlem phosphorsaurenSalze niedergeschlagen wird. Der Niederschlag ist einweilses, im Wasser unauflösliches Pulver, welches sich imTrocknen nicht verändert, und welches im Glühen einenTheil Wasser verliert und braun wird. In Säuren wirdes leicht aufgelöst. Auf Kohlen vor dem Lölhrohr schmilztes zur aschgrauen Kugel, und bei einer höheren Tempe-ratur, von Flufs bedeckt, wird es von der Kohle zu Phos-phoreisen reducirt. Dieses Salz kommt bisweilen in Eisen-erzen vor, die dadurch verdorben werden, weil es imHohofen leicht zu Phosphoreisen reducirt wird, welchesmit dem ausgesrhmolzenen Roheisen sich verbindet undein kaltbrüchiges Stabeisen giebt. Durch die Versuche desHerrn C. D. af Uhr ist es entschieden, dafs ein Eisen-erz, welches phosphorsaure Kalkerde enthält, durch be-sondere Sorgfalt bei dem Eisenprozesse und durch einepassende Beschickung, ein brauchbares Stabeisen gebenkann; aber enthält es zugleich phosphorsaures Eisen, soist es unmöglich dieses zu verbessern. Das Eisensalz kommtnicht im Erze selbst, sondern in dessen Gangart vor. Mankann daher das Eisenerz von diesem Salze völlig befreienund mit dem Magnet abscheiden. Digerirt man dann diefein gepulverte Gangart einige Tage bei einer Wärme von-j-'JO 0 mit reiner, vorher mit 30 bis 40 Theilen ihres Ge-wichts Wasser verdünnter Salpetersäure, und dampft dieAuflösung bis zur Trockne oder zum Verjagen der freienSäure ab, so bekommt man einen weifsen, gallertartigenRückstand, woraus das Wasser die salpetersauren Erdenauflöst und das phosphorsaure Eisenoxyd als ein weifsesPulver zurückläfst. Dieses ist dann gewöhnlich mit etwasKieselsäure vermischt, wovon es durch Auflösung in Sal-