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2,2 (1826)
Entstehung
Seite
658
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658 Salze von Magnesium.

diese Salze als Doppelsalze von zwei Säuren mit zweiBasen.

Kieselsäure Talkerde kommt im Mineralreichunter mehreren verschiedenen Formen und Sättigungsgra-den vor. a) Bei gleichem Sauerstoffgehalt der Erde undder Säure bildet sie ein sehr hartes, in vulcanischen Ge-birgsarten gewöhnlich vorkommendes, seltener krystallisir-tes Fossil, Olivin oder Chrysolith genannt, und aus-gezeichnet durch seine schwere Schmelzbarkeit. Mit einemGehalte an Krystallwasser, dessen Sauerstoff dem der Talk-erde gleich ist, wird es Marmalith genannt, und bildetein talkartiges, blättriges, weiches, glänzendes Mineral.b) Enthält die Kieselsäure 3 Mal den Sauerstoff der Erde,und enthält die Verbindung kein Krystallwasser, so bil-det sie den Speckstein oder Serpentin; mit einerQuantität Wasser, dessen Sauerstoff sich zu dem der Talk-erde verhält wie 2 :1, bildet sie den Meerschaum. EineVerbindung von Serpentin mit Talkerdehydrat bildet densogenannten edlen Serpentin.

Kieselsäure Kalk-Talkerde bildet im Mineral-reich zwei sehr merkwürdige und oft vorkommende Mine-ralien, den Pyroxen oder Augit, und den Amphiboloder die Hornblende. Der Pyroxen enthält die Kie-selsäure gleich vertheilt zwischen beiden Basen, und dieSäure enthält darin 2 Mal den Sauerstoff der Basen. ImAmphibol enthalten die Basen gleichviel Sauerstoff, aberim Kalkerdesalz enthält die Säure 3 Mal den Sauerstoffder Kalkerde, während sie dagegen im Talkerdesalz nur2 Mal den Sauerstoff der Base enthält. In diesen Mine-ralien ist die Talkerde nicht selten gegen Eisenoxydulausgetauscht, wodurch sie grün und bisweilen schwarzwerden. Pyroxen bildet sich sehr oft in schönen Ivry-stallen in der Hohofenschlacke bei dem Schmelzen desGufseisens.

Thonerde-Talkerde bildet ein in Octaedern kry-stallisirtes Mineral, welches man Spinell nennt. Es istäufserst hart und wird zu den sogenannten Edelsteinengerechnet. Die Thonerde enthält darin 6 Mal den Sauer-