Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
637
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Haloidsalzc.

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Fluor calcium kommt in der Natur häufig als Flufs-spath, tlieils in cubischen oder octaedrischen Krystallen,theils in derben Massen, seltener als dichter Flufs vor.Wenn es auf einem Bleche gelinde erhitzt wird, leuchtetes stark im Dunklen, zerspringt zuletzt mit Verlust seinesDecrepitationswassers, und leuchtet dann nicht mehr, wennes von neuem erhitzt wird. Indessen kommt auch fossi-ler Flufsspath vor, der beim Erhitzen nicht leuchtet. EineAbänderung desselben von Nertschinsk in Sibirien hatdie Eigenschaft zu phosphoresciren, so oft er erhitzt wird,wenn nur die Erhitzung nicht bis über einen gewissenGrad hinausgeht. Man hat ihm den Namen Ghlorophangegeben, weil er mit grünem Lichte leuchtet. Setzt manihn einige Augenblicke dem Sonnenlichte aus, so erhälter die Eigenschaft, im Finstern ziemlich lange einen schwa-chen gelblichen Schein von sich zu geben, v. Grotthufs,der eine Reihe interessanter Versuche darüber angestellthat, fand, dafs wenn man Flufsspath in concentrirter Chlor-wasserstoffsäure auflöst und mit ätzendem Ammoniak fällt,der getrocknete Niederschlag die Eigenschaft hat, beimErhitzen zu phosphoresciren, wenn nicht der Flufsspathseine Phosphorescenz vorher schon verloren hatte; wardiefs aber schon vor der Auflösung desselben der Fall,so phosphorescirte auch der Niederschlag nicht. Eine ge-nügende Erklärung hiervon ist schwer zu geben. Nachv. Grotthufs Versicherung kann man einem Flufsspath,welcher seine Phosphorescenz eingebüfst hat, diese Eigen-schaft bis zu einem gewissen Grade wiedergeben, wennman einige elektrische Ausladungsfunken dicht über seinerOberfläche hingehen läfst. Fluorcalcium findet sich auchin den Knochen der Thiere, worin es zu ein oder eini-gen Procenten ihres Gewichts, vorzüglich im Email derZähne, enthalten ist; beim Menschen findet es sich zugleichmit der Knochenerde im Urin , wiewohl nur in äufserstgeringer Menge, aufgelöst. Man findet es auch in demWasser einiger Quellen, z. B. im Carlsbader Wasser, auf-gelöst. Wenn man dieses Salz künstlich darstellen will,so bedient man sich dazu kieselfreier Fluorwasserstoffsäure,welche mit frisch gefällter und noch feuchter kohlensau-