Sauerstoffsalze.
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gungsgrad der Phosphorsäure mit Kalkerde, als den jetztbeschriebenen. Dieses Salz kommt auch im Mineralreichvor, und wird Phosphorit genannt.
c) Zwei Drittel phosphorsaure Kalkerdekommt im Mineralreiche vor, und bildet ein in sechs-seitigen Prismen krystallisirtes Fossil, welches die Namen:Apatit, Spargelstein, auch Moroxit, führt, wennes grüne Krystalle bildet. In diesem Fossile ist die Phos-phorsäure mit einer noch gröfseren Menge Kalkerde, näm-lich mit li Mal soviel als im neutralen Salze verbunden.Dieses Fossil kommt von mancherlei Farben, von verschie-denen Graden der Durchsichtigkeit, und selten derb vor.
Die Neigung der Phosphorsäure, sich mit Kalkerdezu übersättigen, ist so grofs, dafs wenn man neutralephosphorsaure Kalkerde, die nicht geglüht worden ist,mit einer concentrirten Lösung von Chlorcalcium mengtund destillirt, dieselbe ChlorwasserstofFsäure austreibt undbasische phosphorsaure Kalkerde bildet.
Die Kalkerde giebt mit der Phosphorsäure eine grö-fsere Anzahl Verbindungen, als andere Basen. Es istwahrscheinlich, dafs dieselbe, ohne diese Beweglichkeitzwischen ihren Bestandtheilen, und ohne das Vermögen,kleine Veränderungen in der Zusammensetzung zu erlei-den, ihre Functionen in der Oeconomie der lebendenNatur nicht würde verrichten können, wo sie eine höchstwichtige Rolle sowohl bei Pflanzen als Thieren spielt.Sie findet sich häufig in thierischen Flüssigkeiten, und isthier theils in Milchsäure aufgelöst, wie in der Milch, demSafte des Fleisches und dem Urin; theils ist sie ein Be-standtheil fester Theile, wie des Eiweißes, von welchensie nicht geschieden werden kann, bevor nicht deren Zu-sammensetzung zerstört ist; und in dieser Verbindung istsie mit diesen Stoffen löslich. Es ist indessen wahrschein-lich , dafs sie in diesen thierischen Stoffen nicht schonfertig vorhanden ist, sondern erst durch deren Zerstörunginnerhalb des Körpers aus seinen Bestandtheilen zusam-mengesetzt wird, und zwar auf der Stelle, wo sie in derEigenschaft als phosphorsaure Kalkerde gebraucht wird.