Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
Seite
613
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Sauerstoffsalze. 613

fluorwasserstoffsäure gefällt werden. Sie haben einen schar-fen und bittern Geschmack.

Schwefelsäure Strontianerde kommt im Mine-ralreiche nicht selten krystallisirt vor. Die durch die Kunsthervorgebrachte ist pulverförmig. Sie erfordert 1536 Th.Wasser zu ihrer Auflösung. Sie ist in kochender Schwe-felsäure auflöslich, und wird daraus durch Wasser gefällt.In starker Hitze schmilzt sie zu einer glasartigen Masse;auf Kohle vor dem Löthrohre wird sie in Schwefelstron-tium verwandelt.

Unterschwefelsaure Strontianerde ist im Was-ser leicht auflöslich und schiefst in grofsen, sechsseitigen,tafelförmigen Krystallen an, mit 22,5 Procent Wasser.

Sch weflich tsaure Strontianerde ist beinahe un-löslich, geschmacklos, und oxydirt sich an der Luft zuschwefelsaurer Strontianerde.

Unterschweflichtsaure Strontianerde bildetsich, wenn man schweflichte Säure zu einer Auflösungvon Schwefelstrontium mischt, bis die Flüssigkeit farbloswird. Durch Abdampfung erhält man das Salz in rhom-boidalen, durchsichtigen Krystallen; Alkohol schlägt es inkleinen, seidenglänzenden Nadeln nieder. An der Luftverändert es sich nicht, bei 50° bis 60° verliert es31 Procent Krystallwasser ohne weitere Zersetzung. Eslöst sich in 4 Th. kalten und in 1^ Th. kochenden Was-sers auf.

Salpetersaure Strontianerde krystallisirt inOctaedern, löst sich in 5 Th. kaltem und in i Tb. kochen-dem Wasser auf. Im wasserfreien Alkohol ist sie unlös-lich. Sie verändert sich in der Luft nicht, und enthältkein chemisch gebundenes Wasser. Beim Erhitzen zer-knistert sie und verliert einen Theil mechanisch einge-schlossenes Wasser. Zuweilen enthält sie Krystallwasser,und hat dann eine ganz andere Krystallform. Die Um-stände, durch welche das Salz wasserhaltig wird, sind nochunbekannt. In höherer Temperatur wird die Säure aus-getrieben, und die Erde bleibt rein zurück. Wenn man.von diesem Salze ein wenig auf den Docht eines bren-II. 40