Druckschrift 
2,2 (1826)
Entstehung
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609
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Schwefelsalze.

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Kieselfluorbaryum erhält man am besten durchVermischen einer Auflösung von Chlorbaryum mit Kiesel-fluorwasserstoffsäure. Die Auflösung trübt sich nicht so-gleich, aber nach einer Weile schlägt sich das Kieselfluor-baryum in Gestalt kleiner, microscopischer Krystalle nie-der. Es ist im Wasser so schwerlöslich, dafs der ganzeBaryumgehalt sich ausscheidet und nur sehr wenig in derfreien Chlorwasserstoffsäure aufgelöst bleibt, die nicht dieAuflöslichkeit des Salzes in bemerkbarem Grade vermehrt.Werden die Flüssigkeiten kochendheifs mit einander ver-mischt, so setzt sich das Salz bei langsamer Abkühlung inetwas gröfsern, aber immer nur microscopischen Krystal-len ab. Sie bilden Prismen mit sehr langer Zuspitzung.Durch Kochen mit Wasser wird ein sehr geringer Theildieses Salzes aufgelöst, das sich beim freiwilligen Ver-dampfen der erhaltenen Auflösung in feinen Nadeln ab-setzt. Es enthält kein Krystallwasser und wird im Glü-hen leicht zersetzt, unter Bildung von Fluorkieselgas undFluorbaryum.

Cyanbaryum erhält man am leichtesten durch Glü-hen von Cyaneisenbaryum in einer Retorte, wobei dasCyaneisen zersetzt wird, das Cyanbaryum aber sich er-hält. Auch erhält man es durch Sättigung von Cyanwas-serstoffsäure mit Baryterde. Es ist im Wasser schwerlös-lich, reagirt alkalisch, und die Auflösung setzt auf derOberfläche ein Häutchen ab, in Folge der Zersetzung durchdie Kohlensäure der Luft.

Schwefelcyanbaryum entsteht durch Erhitzen vonCyaneisenbaryum mit Schwefel. Es ist im Wasser leichtauflöslich, bildet glänzende, nadelförmige Krystalle undwird an der Luft etwas feucht.

c. s chwefelsalzc von Baryum.

Wasserstoffschwefliges Schwefelbaryum istim Wasser sehr leicht auflöslich und schiefst, beim Abdam-pfen im luftleeren Raume, in vierseitigen, prismatischen,farblosen Krystallen an. Es ist in Alkohol sehr schwerauflöslich, so dafs eine damit vermischte Auflösung zum