Sauerstoffsalze.
G03
Aepfelsaure Baryterde ist löslich und gummiar-tig, sowohl neutral als mit Ueberschufs an Säure. Dasbasische Salz ist unauflöslich.
Brenzlichäpfelsaure Baryterde ist schwer auf-löslich. Wird das Kalisalz mit Chlorbaryum vermischt,so fällt sie anfangs nieder, löst sich aber dann wiederauf und schiefst an den Seiten des Glases in silberweifsenSchuppen an.
Benzoesaure Baryterde giebt nadelförmige Kry-stalle, ist an der Luft unveränderlich und löst sich lang-sam im Wasser auf.
Galläpfelsaure Baryterde ist im Wasser löslich,und wird, wie die meisten galläpfelsauren Salze, in kur-zer Zeit grün.
Schleimsaure Baryterde ist unlöslich.
Brenzlichschleimsaure Baryterde ist schwer-löslich, bildet kleine, luftbeständige Krystalle, die sich inkochendem Wasser etwas leichter als in kaltem auflösen.Unauflöslich in Alkohol.
Bernsteinsaure Baryterde ist schwerlöslich.
Ameisensäure Baryterde schiefst in glänzenden,prismatischen Krystallen an, die in der Wärme verwittern,und ist in 4 Th. kaltem Wasser löslich.
Honigsteinsaure Baryterde ist unlöslich, läfstsich aber in einem Ueberschusse an Säure auflösen undkrystallisirt dann. Man erhält sie am besten, wenn mandie Honigsteinsäure mit essigsaurem Baryte mischt.
Cyansaure ßaryterde enisieht, wenn Cyangas inmit Wasser angerührtes Baryterdehydrat geleitet wird, wo-bei sich zugleich Cyanbaryum bildet, das man hieraufdurch einen Strom von kohlensaurem Gas zersetzt. Dievon der kohlensauren Baryterde abfiltrirte Flüssigkeit wirddurch Abdampfen concenLrirt und dann mit Alkohol ver-mischt, wobei si-'h die cyansaure Baryterde in kleinenprismatischen Krystallen niederschlägt. Ihre Auflösung zer-setzt sich durch Abdampfen in kohlensaure Baryterde undin Ammoniak.
Selensaure Baryterde, a) Die neutrale Ver-bindung ist ein im Wasser unauflösliches, weifses Pulver,